Einsatz Karditsa Martin Behrend

Meine Erlebnisse zur Reise nach Griechenland vom 17.03.2011-20.03.2011 um unsere Evi vor Ort zu unterstützen.

Unser Flug startete am 17.03 um 12.50Uhr ab Düsseldorf. Wir waren glaube ich alle sehr aufgeregt, was uns dort in Griechenland erwarten würde.Man kannte ja die Bilder,aber man hat die ganzen Ausmaße der Katastrophe in wirklichkeit erst vor Ort gesehen.

Als wir um 16.40 Uhr in Griechenland gelandet sind, hat uns Kostas vom Flughafen abgeholt.Ich kannte ihn persönlich noch nicht.Habe mich aber riesig darauf gefreut, ihn endlich kennen zu lernen. Als wir dann endlich starten konnten,hat uns die Realität schon kurz nach Befahren der Autobahn eingeholt.Ein Toter Hund lag am Standstreifen.Normalität in Griechenland !!! Für uns ein Schock!!!
Wir kamen ziemlich spät in Karditsa an.Wir haben uns am Ortsrand von Karditsa mit Evi getroffen.Eine wirklich stürmische Begrüßung mit Hupkonzert.Wir waren alle froh das wir endlich angekommen sind ( besonders Evi).
Danach sind wir erst mal zum Hotel gefahren.Wir hatten natürlich alle noch Hunger.Sind dann noch in einer gemütlichen Taverne zum Essen gewesen (siehe die ersten Bilder).
Auf dem Weg zum Hotel hat Evi einen Welpen am Straßenrand gesehen.Wir haben sofort angehalten ,und dann ging die erste Rettungsaktion los. Unglaublich !! Gerade in Griechenland angekommen und schon die erste gute Tat vollbracht.
Evi hat sie alle mit nach Hause genommen.
Um 2.00 Uhr sind wir dann ins Bett gekommen.Ein langer und guter Tag :-))))
Am Morgen haben wir gefrühstückt und sind dann zum Bürgermeister gegangen.Evi hatte dort einen Termin ausgemacht.Kostas hatte die Petition ausgedruckt,die wir dann mit unserm bzw.Evis Anliegen vorgelegt haben.Der Bürgermeister schien sehr interresiert zu sein.Wir sind guter Dinge,das Evi jetzt über kurz oder lang Unterstützung bekommt.:-)))))
Nachdem wir unsere Arbeitssachen geholt haben,hat Evi noch einen Anruf bekommen.Ein Welpe sitzt an einem Bachlauf.Wir sind sofort dort hingefahren und unsere Jenni hat ihn auch sofort gefunden.Gott sei dank.Wir haben in natürlich mitgenommen.
Wir sind zu Evis Arbeitsstelle gefahren, wo zum Glück unsere Paletten am morgen angekommen sind.Diese haben wir dann verladen und sind zum Tierheim gefahren.Auf dem Weg dorthin liefen überall Strassenhunde herum.Diese Bilder kann man sich in Deutschland garnicht vorstellen.Am Tierheim angekommen hat uns erst mal der Schlag getroffen.Es sah
wirklich schrecklich aus.Alles unter Wasser. Katastrophe !! Die gezeigten Bilder der Sinnflut waren ja schon schlimm,aber vor Ort hat man erst mal die wirklichen Ausmaße gesehen.
Unvorstellbar,die Tiere im Wasser und Schlamm zu sehen.Da standen einem die Tränen in den Augen.
Wir haben dann erst mal die Paletten abgepackt.Wir Männer haben schon mal angefangen die neuen Hundehütten zusammen zu bauen.Die Frauen haben sich im Haus zu schaffen gemacht.Wir hatten Glück mit dem Wetter.Sonnenschein. Wir haben diesen Tag einiges geschafft..Evi bekam noch einen Anruf,das ein verletzter Hund am Strassenrand liegt.Schön das überhaupt jemand so etwas meldet.Es gibt noch einige Tierfreunde in Griechenland.
Wir sind dann dort hingefahren.Kostas fand den Hund.Schwerverletzt lag er in der Nähe der Strasse.Evi ist mit dem hund dann noch zum Tierarzt gefahren.Es sah nicht gut aus für den Hund.Wir sind dann zum Hotel gefahren.Ein aufregender Tag ging zu ende.

Am nächsten morgen dann der nächste Schock.Es hat die Nacht geregnet.:-((((
Als wir gefahren sind ,war es zum glück nicht mehr am Regnen.Aber das sollte nicht so bleiben.Am Tierheim angekommen haben wir die Arbeit sofort aufgenommen.Wir haben die Tore repariert,Paletten in die Gehege gelegt , damit die Hunde ein wenig im trockenen stehen.
Lagerräume eingerichtet usw.
Leider hatten wir keine möglichkeit,das Wasser aus den Gehegen zu bekommen.Dazu müßten richtige Kanäle gegraben werden,damit das Wasser abfließt.Das benötigt mehr Zeit
und einen Bagger,weil das Gelände doch sehr groß ist.
Dann fing es wieder an zu Regnen.Egal,wir haben weiter gearbeitet.Am Ende des Tages wurden noch die Hunde eingesammelt,die mit nach Deutschland kommen sollten.
Auch diesen letzten Tag haben wir alle zusammen wieder viel geschafft.:-)))
Nach einer kurzen Nacht,die um 3.15 Uhr endete,haben wir die Hunde bei Evi zuhause abgeholt.Dann kam der Abschied.Es viel uns glaube ich allen schwer,Evi mit den ganzen Problemen alleine zu lassen.Schrecklich !! Wenn ich gekonnt hätte,wäre ich dort geblieben.
Diese Frau braucht unsere Hilfe und unterstützung.Ich hoffe,das wir irgendwann nochmals die Möglichkeit haben,Evi mit unserer Hilfe und mit vielen freiwilligen Helfern unterstützen zu können.
Am Flughafen mußten wir uns dann von Kostas verabschieden.Foteini kam auch.
.Sie hatte noch einen Hund mitgebracht,der auch nach Deutschland sollte.
Auch dieser Abschied viel mir nicht leicht.
Ich habe diese wunderbaren Menschen in mein Herz geschlossen,und wie ich schon sagte, hoffe ich das wir unsere Familie :-))) in Griechenland irgendwann nochmals mit unserer Hilfe
unterstützen können.Sie brauchen uns.