Einsatz Karditsa Jennifer Scholzen

Unsere Reise nach Karditsa

Donnerstag, 17.03.2011
Ich weiß nicht mit welchen Erwartungen ich nach Karditsa gestartet bin, sicher war: Ich hatte große Angst vor dem was ich sehen würde und auch müsste – meine eigenen Belastungsgrenzen dort zu erfahren und vielleicht irgendwann nicht in der Lage zu sein helfen zu können.
Der Weg zum Flughafen war schwer für mich, auch bei den Anderen schien die Stimmung angespannt – trotz der Vorfreude auf die Hunde und unsere Tierschützer Evi und Kostas. Der Flug war dennoch entspannt, die 4,5 Stundenfahrt mit dem Auto von Thessaloniki nach Karditsa dagegen sehr langwierig und müßig.
Erst gegen Abend trafen wir mit Kostas in unserem Hotel ein, Evi erwartete uns alle mit offenen Armen und großer Vorfreude. Das nachfolgende Essen in einer urigen Taverne war großartig, wir ließen es uns zwischen Tzatziki und Gyros so richtig gut gehen. Doch der Abend sollte noch lange nicht zu Ende sein, Evi bat uns um einen „kurzen“ Besuch an einer ihrer Futterstellen, wir ahnten bis dahin noch nicht, was uns dort erwarten sollte...
Schon beim Aussteigen aus dem Auto fiel uns ein Rascheln auf, kurz danach sahen wir es: Ein kleines weißes Welpenmädchen mit abgeschnittenen Ohren, alleine, nur wenige Wochen alt, an der Nähe eines Grabens einfach ausgesetzt. Die kleine wimmerte und fror, und während einige von uns sie mit einem Handtuch trockneten, hörten wir Evi schon wieder rufen: Im Gehege ihres eigentlichen Schützlings (ein mehr als abgemagerter lieber Jagdhund) waren weitere Welpen, scheinbar hatte sie jemand dort über den Zaun geworfen  Martin und Evi versuchten über das eingezäunte und verschlossene Gehege zu klettern um die Kleinen dort herauszuholen, nach und nach gaben sie uns die Hunde an – am Ende der Aktion hielten wir ganze 5 Welpen im Arm, allesamt bildhübsch, drei davon mit abgeschnittenen Ohren (warscheinlich mit einer Schere!).
Parallel dazu kam aus dem Dickicht der anderen Straßenseite ein wunderschöner Rüde, seine kurze Rute wedelte einheitlich mit seinem gesamten Körper, er schlawenzelte geduckt um uns herum, suchte förmlich nach einer Zuwendung oder Streicheleinheit. Ein vorbeifahrendes Auto hätte ihn fast überfahren, für mich ein Moment der bloßen Angst - ich fing sofort an zu weinen… Kostas gab ihm Futter, Evi streichelte und liebkoste ihn – er humpelte ein wenig und dennoch sprach aus ihm so viel Freude, Glück und Lebensmut… es brach mir das Herz ihn anschließen dort zurückzulassen.
Der Weg führte uns weiter über eine kleinere Seitenstraße, hier machten wir Halt um die Hunde an einem verlassenen Grundstück zu füttern. Als wir dort ausstiegen, hätten wir beinah auf einen kleinen Welpen getreten – er lag einfach so am Straßenrand, Evi fing laut an zu stöhnen… Wir gingen weiter und fanden 4 weitere Welpen, allesamt allein doch scheinbar recht gut genährt. Die Gemütslage wurde unruhig, wohin jetzt noch mit diesen Hunden?! Kostas gab allerdings Entwarnung, nach einigen Beobachtungen konnten wir eine Hündin aus dem Rudel als Mutter erkennen. Wir fütterten alle und fuhren weiter…

Während Kostas mit den Männern zurück zum Hotel fuhr, hielten Jotta, Eva, Sarah und ich die Welpen auf dem Schoß und fuhren weiter zu Evis Wohnung. Dort angekommen begrüßten uns jede Menge toller Hunde: Sakanteli, Matia, Bina, Matty und viele andere… unsere 5 Welpen wurden freudig empfangen und kurz danach bereits im Rudel akzeptiert. Nach der Raubtierfütterung bekamen alle Welpen eine Wurmkur sowie einen Namen, gegen 3 Uhr morgens ging es dann erschöpft auch für uns zurück zum Hotel und ins langersehnte Bett.


Freitag, 18.03.2011
Die Nacht war kurz, denn der Lärm vor dem Hotel und das Gesehene des Vortages ließ uns alle kaum schlafen. Trotzdem saßen wir am nächsten Morgen um 9 Uhr schon wieder im Hotelrestaurant und planten den weiteren Tag.
Die erste Hiobs-Nachricht: Von den 5 am Vortag geretteten Welpen musste Evi am Morgen wieder 3 zurückbringen, scheinbar hatte man uns nachts beobachtet und den Besitzer des Geheges telefonisch informiert. Die Welpen seien Eigentum des Besitzers und angeblich auch schon verkauft -die Nachricht traf uns alle hart. Evi sah es trotzdem positiv: 2 Welpen hatten wir gerettet, und alle hatten wenigstens noch eine Wurmkur erhalten (die Verwurmung war bei allen mehr als heftig!).
Trotz des Schocks ging es nahtlos weiter, um 10 Uhr war ein Termin im Rathaus von Karditsa geplant, bei dem unser TING-Team sowie Kostas und Evi die Chance erhalten sollten beim Bürgermeister der Stadt vorzusprechen.
Gewappnet mit den bis dato 550 geleisteten Unterschriften der Petition, jeder Menge Gesetzesregeln und unendlich viel Hoffnung liefen wir dort ein… und wurden freundlich an einem Konferenztisch des Bürgermeisters begrüßt. Die Einleitung übernahm Evi, Jotta übersetzte ihre Worte für uns ins Deutsche. Es war ein sehr emotionaler Moment als Evi bei ihrer Rede kurz ins Stocken kam um ihre Tränen zu unterdrücken, Kostas übernahm das Wort und ich selbst war froh nicht an ihrer Stelle sein zu müssen. Die anfängliche Skepsis des Bürgermeisters nahm während des Gespräches weitestgehend ab, die Worte wurden freundlicher, seine Mimik offener… Wir erhielten ebenfalls die Möglichkeit etwas zu sagen, konnten ihm erklären, dass wir aus Deutschland die Zuwendungen schicken, die eigentlich die griechische Regierung übernehmen müsste – zudem wäre auch der Stellenwert von Hunden in Deutschland ein anderer (zum „Beweis“ zeigten wir private Fotos unserer Hunde). Es war eine lange doch sinnvolle Unterhaltung, welche mit guten Ergebnissen abgeschlossen wurde: Der Bürgermeister sagte zu, Evi nun schrittweise zu unterstützen und schnellstmöglich Fördergelder für das Tierheim zu beantragen. Ein Artikel über unseren Besuch erschien am nächsten Tag sogar in der Karditser-Tageszeitung – wollen wir also hoffen, dass er auch zu seinem Wort steht 
Glücklich über diesen so wichtigen Erfolg fuhren wir nun los zu unserer ersten Anlaufstelle: Evi´s Arbeitsplatz, an welchem die mit der deutschen Spedition aufgegebenen Materialien von uns für den Wiederaufbau des Tierheims abgeliefert worden waren.
Auf dem Weg dorthin erhielt Evi einen Anruf: Ein Welpe sei ganz in der Nähe einfach ausgesetzt worden, wir fuhren sofort hin. Die Angaben zum Fundort waren sehr oberflächlich, wir stiegen aus, suchten, fanden jedoch nichts… Während sich einige von uns nach rechts und andere sich nach links verteilten, lief ich in Richtung Fluß und horchte nach auffälligen Geräuschen. Ich hörte ein paar Äste knacken und dann sah ich sie: Eine kleine braune Hündin von etwa 12 Wochen mit großen Kulleraugen, zurückgezogen an einem Drahtzaun unter einigen Ästen - mitten im Wasser! Als ich sie herausholte zitterte sie am ganzen Körper, Evi und Jotta kamen mit Handtüchern und Fotoapparat… und wieder eine mehr 
Es blieb kaum Zeit zum Pausieren, wir mussten weiter um die Materialien von Evi´s Arbeitsstelle in den Van umzupacken und zum Tierheim zu fahren. Wir setzten uns also mitsamt nassem Hund wieder ins Auto und fuhren weiter.
Während die Männer dort angekommen fleißig (um-)packten, liefen wir Frauen zum Hinterhof und dem „Mini-Shelter“ - rund 30 Hunde haben aktuell dort ihr Zuhause, schön gelegen in einigen abgetrennten Gehegen. Regina und Tereza begrüßten uns bereits am Zaun, ebenso der zutrauliche dreibeinige Nikitis sowie die wunderschöne Sunny.
Allesamt ganz wunderbare Hunde, einer lieber als der Andere… es gab gar nicht so viel Hände zum Streicheln wie notwendig gewesen wären ;-) Leroy war ein echtes Highlight – die Fotos von der ersten Begegnung zwischen Martin (seinem neuen Besitzer) und ihm sprechen Bände… auch hier wieder ein sehr emotionaler Moment. Pit und Fiwos – beide ganz einzigartige Hunde, deren körperliche Makel durch ihre so wundervolle Ausstrahlung mehr als wett gemacht werden. Sarah fand in Sunny ihren größten Fan, die Kleine wich ihr nicht mehr von der Seite – der Abschied fiel Beiden entsprechend schwer.
Leider mussten wir auch hier wieder recht schnell weiter, das Tierheim und die Hunde warteten und wir alle waren entsprechend aufgeregt nun endlich dort anzukommen. Auf dem Weg dorthin lief uns wieder der Rüde von Donnerstag-Abend entgegen, schwanzwedelnd begleitete er unseren Wagen bis kurz vor dem Tierheim. Für mich wieder ein erdrückender Moment, ich versuchte mich mit anderen Gedanken abzulenken.
Vor den Toren des Tierheims begegneten wir dann als erstes Penelope und einer stark an Leishmaniose erkrankten Hündin. Der Van mit unserem Material parkte bereits und wir machten uns daran die Spenden auszuladen und vor dem Eingang zu stapeln. Diese Aktion dauerte dank aller Beteiligten gerade einmal 30 Minuten, später erfuhren wir von Kostas, dass Evi dafür bei jedem Spendentransport alleine ca. 3 Stunden benötigt!!!
Als wir fertig waren, und die Spenden allesamt für unsere Internetseite geknipst wurden, ging es dann endlich ins Tierheim! Emma, unser Welpe vom Fluß, wurde in ein Zwischenzimmer gepackt und wir machten den ersten Rundgang durch das Grundstück. Dank des mittlerweile schönen Wetters war der Matsch an vielen Stellen schon getrocknet, trotzdem waren die Spuren der Sintflut sofort erkennbar – die Küche mitsamt Vorraum waren bis zur Decke verdreckt, die Hunde standen teilweise noch immer knöcheltief im Wasser, das Katzengehege war zu einem Drittel ein See, viele Planen waren abgerissen, Paletten waren durch das Wasser morsch und brüchig…
Den Abend verbrachten wir daher mit der Reinigung des Tierheims, die Küche wurde vom Schmutz (und der Rattenplage dort) befreit, die zugestellten Zimmer und Vorräume wurden wieder auf Vordermann gebracht und die Männer bauten die gespendeten Hundehütten auf Paletten auf. Wir arbeiteten bis kurz vor 21 Uhr, dann…. wieder ein Anruf: Eine Hündin sei auf der Hauptverkehrsstraße in Karditsa angefahren worden und läge schwerverletzt in einem Graben nah einer Brücke.
Todmüde doch gepusht durch unser Adrenalin fuhren wir zum Unfallort, das Bild was sich uns bot war mehr als furchtbar!!! Die Hündin lag mit offenen Knochenbrüchen auf dem seitlichen Gras, um ihren Hals noch ein eingewachsener Strick… sie blutete stark und war bereits in einem Schockzustand. Auf einer alten Decke transportierten Kostas und Jotta sie in Evi´s Auto – die Tierärztin der Tierklinik von Larissa (ca. 30 Minuten entfernt) wurde angerufen… wenige Minuten später fuhren die Griechen mit ihr los.
Wie sich später herausstellen sollte, hatte die Hündin einen mehrfachen Beckenbruch, Brüche der beiden Hinterläufe und eine starke Verletzung der inneren Organe. Der eingewachsene Strick an ihrem Hals war das kleinste Übel – eine OP war aufgrund des großen Blutverlustes am selben Abend nicht mehr möglich. Die nächsten 24 Stunden sollten über ihre Zukunft entscheiden – leider wissen wir aktuell nicht, wie es um ihren Zustand aussieht…
Für mich verlief der Tag wie in einem Film, ich war erschöpft, müde und doch voller Energie – an Schlaf war keineswegs zu denken. Die Nacht war entsprechend kurz, aber erholsam. Jotta und ich redeten viel und lange, der gegenseitige Austausch war für uns wichtig und notwendig um weitermachen zu können…


Samstag, 19.03.2011
Auch dieser Morgen begann um 9 Uhr zum Frühstück in unserer Hotelbar. Wir notierten alles was uns an Material im Tierheim fehlte und fuhren allesamt in einen Supermarkt um die Einkäufe für die bevorstehende Arbeit zu besorgen.
Auf dem Parkplatz dort, nahe des Müllcontainers, fiel uns eine kleine Gruppe von Straßenhunden auf. Scheinbar lebten sie dort im Rudel aufgrund der günstigen Futterlage, alle sahen aber gut genährt und gesund aus – wir gingen daher weiter…
Wieder im Tierheim angekommen machten wir uns an die Arbeit: Ein alter mit Müll vollgestellter Schuppen sollte ausgeräumt und für die zukünftige Futterlagerung auf Vordermann gebracht werden, Manfred und Martin legten los, wir anderen versuchten uns an dem bis unter die Decke zugestellten Lagerraum im Tierheim-Häuschen. Ich werde hier keine Details beschreiben, aber ich kann mit voller Gewissheit sagen: Seit dieser Aktion sind wir alle ratten-, mäuse- und wurmresisten ;-)
An dem Tag wurde der gesamte alte (Bau-)schutt aus dem Tierheim entsorgt, die Räume und Zugänge wurden entmüllt, über zerissene oder offene Dächer wurden neue Planen gezogen, Spenden wurden sortiert und nach System eingepackt, das Katzenhaus wurde wieder „saniert“ und mit einem neuen Dach überzogen, alte Schlafplätze der Hunde wurden repariert oder erneuert, es wurden neue Fotos der Hunde geschossen, Listen über deren Eigenschaften aktualisiert, Medikamente aussortiert, Leisten gebaut und Decken ausgetauscht. Die Welpen wurden umsorgt, die Hunde für unseren Flug am Sonntag vorab reisefertig gemacht – alles in allem ein konstruktiver Tag mit viel Ergebnis.
Zwischendurch passierte vor dem Tierheimtor allerdings eine böse Beißerei zwischen zwei Hunden, eine Hündin wurde dabei schlimm an der Pfote verletzt, die Andere an der Lefze… Sarah und ich karrten gerade den Müll mit einer Schubkarre zum Container, ich habe in meinem ganzen Leben noch nie eine solche Attacke miterlebt! Es zeigte mehr als deutlich unter welchem Streß und Überlebensinstinkt die Hunde dort handeln, jeder ist sich dort selbst der Nächste.
Auch im Freilaufgehege des Tierheims kam es zu einigen Attacken, glücklicherweise aber bei unserem Beisein ohne schlimmeres Ende. Tzobana wurde allerdings vor ein paar Tagen böse gebissen, es wäre schön wenn sie ihre Chance bald bekommt, im Tierheim wird es immer schwieriger für sie…
Luna, Marnie und Anastasia waren ständig in unserer Nähe, die Drei sind ganz wunderbare Hunde mit ganz viel Charakter! Von meinem Patenhund Scooby Doo war ich wirklich hin und weg, ein Rüde mit heroischer Ruhe und Gelassenheit – viele der Welpen dort orientieren sich sogar an ihm und er geht wie eine Mama mit ihnen um… traumhaft! Auch Midas (auf ihn hatte ich mich besonders gefreut) ist ein Traum von einem Hund, er hat wunderschönes langes Fell und tolle dunkle Knopfaugen, leider ist er noch ein wenig ängstlich bzw. vorsichtig und schüchtern aber das ist auf jeden Fall in den Griff zu kriegen.
Peggy, die Hündin mit den großen Stehohren ist ebenfalls bildschön – wir Mädels waren uns einig, dass ihr die Fotos auf unserer Seite definitiv nicht nachkommen… sie hat eine auffallend, fast schon orangene Fellfarbe und wunderschöne kajalumrandete Augen. Ich hoffe sehr, dass sie eine Chance bekommt – sie hätte es so verdient!


Sonntag, 20.03.2011
Die Nacht war wieder einmal kurz – um 04.15 Uhr Treffen zur Abfahrt Flughafen Thessaloniki. Wir sind alle wie gerädert, das erste Mal merke ich auch die körperliche Belastung… Jotta und Kostas fahren mit uns zu Evi´s Wohnung, in der wir Fee, Bina, Woula, Anastasia und Polis abholen um sie mit auf unseren Flug nach Hause zu nehmen. Der Platz ist knapp, die Boxen und unsere Koffer nehmen den gesamten Kofferraum plus Fußraum ein, das korrekte Einräumen aller Stücke will gelernt sein. Der Abschied von Evi ist wieder sehr herzlich, seltsamerweise bedanke ich mich bei ihr für alles und denke während der Fahrt noch darüber nach, warum… Ich finde darauf ganz viele Antworten und schlafe mit einem zufriedenen Lächeln kurz ein.
Wieder haben wir 4,5 Stunden Fahrt vor uns, kurz nach Karditsa machen wir kurz Stopp um uns bei einem Bäcker mit Kaffee und Frühstück einzudecken.
Die Zeit wird langsam knapp, Kostas und Jotta brettern was das Zeug hält damit wir es noch pünktlich zu unserem Flug schaffen. Kurzfristig hat sich noch ein vierbeiniger Fluggast von Foteini ergeben, Filippos – ein kleiner Terrier/Pudelmischling soll bei Eva noch als Handgepäck mitfliegen. Beim Flughafen angekommen geht alles ganz schnell, die Hunde werden mit den Flugboxen aufgegeben, Foteini steht bereits auf dem Parkplatz und wartet mit Filippos. Schnell werden noch einige Fotos gemacht, dann geht es schon weiter zum Abflug.
Während die Anderen bereits einchecken, melden Jotta und ich Bina und Filippos als Handgepäck an – in Griechenland eine etwas längere Aktion wenn man noch einen Griechen vor sich stehen hat, der gerade privat dabei telefoniert! Das ganze wird langsam ein wenig hektisch, Kostas kümmert sich währenddessen schon um die Rückgabe unseres Mietwagens, Foteini begleitet uns noch bis zum Check-In. Wir verabschieden uns und sitzen kurz danach im Flieger.
Bei uns: Filippos – den wir laut Aegan Airlines nur in der Reisehandtasche unter dem Sitz abstellen dürfen. Es entsteht eine Diskussion mit diversen Stewardessen, als diese weg sind, entscheiden wir uns kurzerhand dazu den Hund trotzdem halbwegs aus der Tasche zu lassen. Er ist durch den Flug stark gestresst und Eva, Sarah und ich wachen mit offenem Auge auf ihn und die ständig vorbeihuschenden Stewardessen. Erst als der Flieger landet ist uns allen klar, dass wir es geschafft haben – irgendwie ohne zu Murren und mit einem unglaublichen Gefühl der Zufriedenheit.
Es gibt trotz allem noch so unendlich viele Dinge zu tun, so unendlich viele Lücken im griechischen System und so unendlich viele Hunde, die unsere Hilfe benötigen. Zu wissen, dass Evi, Kostas, Foteini, Lena, Mrs. Mairy, Katharina, Dina und Alexis aber vor Ort sind, beruhigt ungemein – und gibt wieder neue Kraft für ein baldiges Wiedersehen… in Karditsa