Steh nicht an meinem Grab und weine.
Ich bin nicht dort. Ich schlafe nicht.

Ich bin wie tausend Winde, die wehen.
Ich bin das diamantene Glitzern des Schnees.
Ich bin das Sonnenlicht aus reifendem Korn.
Ich bin der sanfte Herbstregen.
Wenn Du aufwachst in des Morgens Stille, bin ich der flinke Flügelschlag friedlicher Vögel im kreisenden Flug.

Ich bin der milde Stern, der in der Nacht leuchtet.
Stehe nicht an meinem Grab und weine.
Ich bin nicht dort. Ich bin nicht tot."


(Anonymes Zitat aus: Penelope Smith, Gespräche mit Tieren.)

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21.05.2008

Sandy...heute früh hat uns alle die Nachricht über Deinen plötzlichen Tod geschockt...nur noch wenige Tage, und Du wärst bei Deiner neuen Familie angekommen. Hättest erfahren wieviel Liebe manche Menschen bereit sind zu geben, und Du wärest in ein neues Leben gestartet...

Es hat nicht sollen sein und wir alle trauern um Dich...

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26.05.2008

Finchen...Du bist das erste Opfer in diesem schrecklichen Lager:-( Wir kamen zu spät, ein paar Deiner Geschwister konnten wir in Sicherheit bringen...

Jetzt bangen wir um Deinen Bruder...

Wir sind so traurig, wir hatten uns gewünscht Dir ein schönes Leben bieten zu können, doch wir hatten nicht genug Zeit:-(

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04.06.2008

Marra hat leider eine Lungenentzündung nicht überlebt:-( Sie war zu geschwächt weil sie gerade erst ihre Welpen großgezogen hatte...

Es tut uns allen so leid, Du hattest hier ein festes Plätzchen, es hat nicht sollen sein :-(
Vor wenigen Wochen gefunden , aus dem Elend gerettet - und dennoch keine Chance gehabt ...

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24.06.2008

unfassbar für alle wurde diese Hundefamilie ohne unser Wissen getötet...
Es gibt ein Tierheim in Patras welches den Namen nicht verdient - kein Hund verlässt es lebend.
Wie können Menschen so grausam sein, wie können sie Leben nehmen - wer gibt ihnen das recht dazu???
Irgendwann werden sie sich dafür rechtfertigen müssen, so wie jeder Mensch!
Marina, es werden heute noch viel Tränen für Dich und Deine Kinder fließen...wir haben unser Bestes von hier aus versucht, leider war es nicht genug- verzeih uns bitte...
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15.07.2008

gestern abend wurden wir benachrichtigt dass der kleine Mavroulis es nicht geschafft hat...
Er muss von Geburt an eine Krankheit gehabt haben, nun versagten seine Nieren und der arme Schatz hatte keine Chance:-(
Letzte Woche schon, als ich dort war, ging es ihm nicht gut...aber dass er nun verstorben ist - damit hat keiner gerechnet und wir sind sehr, sehr traurig :-(
Süßer , kleiner Mann - vielleicht kannst Du jetzt wieder sehen, wie ein gesunder, junger Hund über die Wiesen tollen, hinter der Regenbogenbrücke...
Wir wollen daran glauben!
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02.08.2008

Leider mussten wir gestern die kleine Maus Arabella über die Regenbogenbrücke gehen lassen...
Eine nicht behandelte Staupe in ihrer Welpenzeit und viele, viele Schläge die ihr kleines Köpfchen ertragen musste hatten das Hirn derart geschädigt dass keine Chance auf Hilfe bestand :-(
Kleines Mädchen - die einzige Hilfe die wir Dir geben konnten war Dich von den Schmerzen und der Qual zu befreien...wir haben es uns anders gewünscht. Aber manchmal bleibt keine andere Wahl...
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27.08.2008

Die kleine Haroula ist gestern völlig unerwartet verstorben...
Die Tierschützer vermuten einen Schlangenbiss oder einen Wespenstich...heute abend werden wir mehr wissen...
Wir sind geschockt, wie so oft hatte auch diese, kleine Maus schon einen Platz hier in Deutschland:-(
Es tut uns so leid Schätzchen...
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30.08.2008

Der kleine Pancho hatte leider nicht den Hauch einer Chance...
Er wurde schon krank ins Tierheim gebracht und ist heute leider verstorben:-(
Armer, kleiner Mann- wir hätten Dir so gerne geholfen...
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08.10.2008

Unter mysteriösen Umständen soll Alysa plötzlich im Tierheim verstorben sein :-(Es tut uns so leid, denn Dein Platz im Flieger war schon gebucht, ein paar Tage ...wieder zu spät:-(

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18.10.2008

Der süße, kleine Rocky hatte fast ein Zuhause...doch das Herzchen hat seine Trauer über den Verlust seiner Familie nicht verkraften können, es hat einfach aufgehört zu schlagen:-(Kleiner Schatz - jetzt sind die Engel Deine Familie, und sie werden Dich nicht verlassen...

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21.10.2008

Der arme Flox wurde im Tierheim von anderen Hunden so schwer verletzt dass er trotz aller medizinischer Versuche verstorben ist:-( Immer sind die lieben, unterwürfigen oder gehandicapten Hunde die ersten, die leiden müssen wenn der Tierheimstress sich zu hoch schaukelt... Flox Du lieber Junge, keiner wollte Dich...nun wirst Du geliebt werden und keiner wird Dir mehr etwas antun...

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06.11.2008

Auch Sabbas, der dreibeinige kleine,liebe Junge , fiel anderen Hunden zum Opfer:-( Eine Massenpanik der Hunde brachte ihm den Tod:-( Kleiner Mann - jetzt flitzt Du auf vier gesunden Beinchen durch Deine neue Welt...

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24.11.2008

Einige Menschen haben die Gabe Engeln zu begegnen!
Andere Menschen haben die Kraft, diese Engel wieder gehen zu lassen!
Ihr seid ganz besondere Menschen:
Ihr hattet die Gabe und die Kraft und
Euer Engel bleibt für immer in Euren Herzen!

S.Schoppenhauer

Heute musste unser kleiner Engel erlöst werden...nur 9 Tage in Liebe und Geborgenheit waren ihr vergönnt, aber wir sind sicher: sie hat in diesen 9 Tagen mehr Liebe und Glück erfahren als in ihrem ganzen, bisherigen Leben... Unser besonderer Dank gilt der Pflegemama , sie hat diese Gabe, und sie hat ihre ganze Kraft und ihr Herz an Mata gegeben... Wir werden Dich so vermissen Schätzchen, aber nun hast Du keine Schmerzen mehr. Wir sehen Dich nun im Gras herumtoben, wie jeder andere, gesunde Hund in Deinem Alter! Du bist erlöst.  Du warst und bist etwas ganz besonders, und wirst immer in unseren Herzen sein...

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06.01.2009

Collin

Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust,
wird es dir sein, als lachten alle Sterne,
weil ich auf einem von ihnen wohne,
weil ich auf einem von ihnen lache.
Du allein wirst Sterne haben,
die lachen können.“
Und er lachte wieder.
„Und wenn du dich getröstet hast,
wirst du froh sein, mich gekannt zu haben.
Du wirst immer mein Freund sein.
Du wirst Lust haben, mit mir zu lachen….“

Antoine de Saint Exupéry, Der kleine Prinz

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09.01.2009

Friday

Für Dich

erfinde ich einen Platz im Himmel
deine Seele geborgen in Gott
deine Sehnsucht gestillt
dein Suchen erfüllt
sicher aufgehoben
unter den Flügeln vertrauter Engel
aus Erdentagen
aus deinen Gebeten
sind Psalme gewachsen
in neuer Sprache
in der Schrift der Sterne
die mir Grüße funken
bei Nacht

Verfasser unbekannt

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15.02.2009

Marty

Du kamst, du gingst mit leiser Spur,

ein flüchtiger Gast im Erdenland.

Vorher? Wohin? Wir wissen nur: aus Gottes Hand in Gottes Hand.

Ludwig Uhland
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27.02.2009

Stefan

Auf meinem Grabe,
auf meinem Grabe,
sollen rote Rosen stehen,
die roten Rosen,
die sind schön.

Hermann Löns
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10.03.2009

Gerdi

Es sandte mir das Schicksal tiefen Schlaf.
Ich bin nicht tot, ich tauschte nur die Räume.
Ich leb in euch, ich geh in eure Träume,
da uns, die wir vereint, Verwandlung traf.

Ihr glaubt mich tot, doch dass die Welt ich tröste,
leb ich mit tausend Seelen dort,
an diesem wunderbaren Ort,
im Herzen der Lieben. Nein, ich ging nicht fort,
Unsterblichkeit vom Tode mich erlöste.

Michelangelo Buonarroti
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22.03.2009

Poldi

Wohl dem Menschen, der gelernt hat zu ertragen,
was er nicht ändern kann, um preis zugeben mit Würde,
was er nicht retten kann.

Friedrich Schiller

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30.03.2009

Lina

Du gingst, ich stund und sah zur Erden,
Und sah dir nach mit nassem Blick.
Und doch, welch Glück, geliebt zu werden,
Und lieben, Götter, welch ein Glück!


Johann Wolfgang von Goethe
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30.03.2009

Nikki

Wenn Engel einsam sind
in ihren Kreisen,
dann gehen sie von Zeit
zu Zeit auf Reisen.

Sie suchen auf der ganzen Welt
nach ihresgleichen,
nach Engeln, die in Menschgestalt
durchs Leben streichen.

Sie nehmen diese mit
zu sich nach Haus –
für uns sieht dies Verschwinden
dann wie Sterben aus.

Renate Eggert-Schwarten
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06.05.2009

Leo

Eines Morgens wachst du nicht mehr auf.
Die Vögel aber singen, wie sie gestern sangen.
Nichts ändert diesen neuen Tagesablauf.                                                                       - Nur du bist fortgegangen -
Du bist nun frei und unsere Tränen wünschen dir Glück.

Johann Wolfgang von Goethe
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16.05.2009



Geliebte, wenn mein Geist geschieden,
so weint mir keine Träne nach;
denn, wo ich weile, dort ist Frieden,
dort leuchtet mir ein ew’ger Tag!
Wo aller Erdengram verschwunden,
soll euer Bild mir nicht vergeh’n,
und Linderung für eure Wunden,
für euern Schmerz will ich erfleh’n.
Weht nächtlich seine Seraphsflügel
der Friede übers Weltenreich,
so denkt nicht mehr an meinen Hügel,
denn von den Sternen grüß’ ich euch.

Annette von Droste-Hülshoff
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28.05.2009

Kenzo

Das einzig Wichtige im Leben
sind die Spuren von Liebe,
die wir hinterlassen,
wenn wir ungefragt weggehen
und Abschied nehmen müssen.

Albert Schweitzer
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06.06.2009

Chad

Und meine Seele spannte
weit ihre Flügel aus,
flog durch die stillen Lande
als flöge sie nach Haus…

Joseph von Eichendorff
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16.06.2009

Chica

Lass mich schlafen,
bedecke nicht meine Brust mit Weinen und Seufzen,
sprich nicht voller Kummer von meinem Weggehen,
sondern schließe deine Augen,
und du wirst mich unter euch sehen,
jetzt und immer.

Khalil Gibran
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17.06.2009

Nikki

Was man tief in seinem Herzen besitzt,
kann man nicht durch den Tod verlieren.

(Johann Wolfgang v. Goethe)
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17.06.2009

Sally

Der Tod ist das Tor zum Licht
am Ende eines mühsam gewordenen Weges.

Franz von Assisi
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21.06.2009

Lissy

Es sind die Lebenden,
die den Toten die Augen schließen.
Es sind die Toten,
die den Lebenden die Augen öffnen.

Slawisches Sprichwort
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25.06.2009

Tom

Ich kam an deine Küste als ein Fremdling,
ich wohnte in deinem Hause als ein Gast,
ich verlasse deine Schwelle als ein Freund,
meine Erde.

Rabindranath Tagore
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25.06.2009

Marios

Jede Blüte will zur Frucht,
Jeder Morgen Abend werden,
Ewiges ist nicht auf Erden
Als der Wandel,
Als die Flucht.
Auch der schönste Sommer will
Einmal Herbst und Welke spüren.
Halte, Blatt, geduldig still,
Wenn der Wind will dich entführen.
Spiel dein Spiel und wehre dich nicht,
Lass es still geschehen.
Lass vom Winde, der dich bricht,
Dich nach Hause wehen.
Herman Hesseede Blüte will zur Frucht,
Jeder Morgen Abend werden,
Ewiges ist nicht auf Erden
Als der Wandel,
Als die Flucht.
Auch der schönste Sommer will
Einmal Herbst und Welke spüren.
Halte, Blatt, geduldig still,
Wenn der Wind will dich entführen.
Spiel dein Spiel und wehre dich nicht,
Lass es still geschehen.
Lass vom Winde, der dich bricht,
Dich nach Hause wehen.

Herman Hesse
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03.08.2009

Katie und Kitty

In hoffnungsloser Trauer
ich hier auf diesem Hügel steh,
dein Grab zu meinen Füßen
das Herze tut so weh.

Die Tränen nicht mehr enden,
der Kummer mich besiegt,
dein Bild in meinen Händen,
dein Seel gen Himmel fliegt!

Kunath
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10.08.2009

Mary

Wem ein Geliebtes stirbt,
dem ist es wie ein Traum;
die ersten Tage kommt er
zu sich selber kaum.

Wie er's ertragen soll,
kann er sich selbst nicht fragen;
und wenn er sich besinnt,
so hat er's schon ertragen.

Friedrich Rückert
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15.09.2009

Cassie

Beim Aufgang der Sonne
und bei ihrem Untergang
erinnern wir uns an sie;
Beim Wehen des Windes
und in der Kälte des Winters
erinnern wir uns an sie;
Beim Öffnen der Knospen
und in der Wärme des Sommers
erinnern wir uns an sie;
Beim Rauschen der Blätter
und in der Schönheit des Herbstes
erinnern wir uns an sie;
Zu Beginn des Jahres und wenn es zu Ende geht, erinnern wir uns an sie;
Wenn wir müde sind
und Kraft brauchen,
erinnern wir uns an sie;
Wenn wir verloren sind
und krank in unserem Herzen
erinnern wir uns an sie;
Wenn wir Freude erleben,
die wir so gern teilen würden
erinnern wir uns an sie;
So lange wir leben,
werden sie auch leben,
denn sie sind nun ein Teil von uns,
wenn wir uns an sie erinnern.

jüdisches Gebetbuch
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13.10.2009

Moritz

Das Leben ist nur der Weg, auf dem wir wandeln.
Das Ziel liegt darin, die Erinnerung in den Herzen derer
die wir liebten weiterleben zu lassen.
Das macht uns unsterblich.

Moritz steht hier stellvetretend für alle Welpen, die diesen Herbst und den Winter nicht überleben ...

Minos , Nemo und all die namenlosen ...

Minos Nemo Basti GabrielAllegraCarlo
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25.10.2009

Piccolino

Piccolinos Patin hat für ihn ein Gedicht geschickt, wir denken es gehört einfach hierher...

Für Piccolino...

-Another world-

I need another place
Will there be peace
I need another world
This one's nearly gone
Still have to many dreams
Never seen the light
I need another world
A place where I can go
I'm gonna miss the sea
I'm gonna miss the snow
I'm gonna miss the bees
I miss the things that grow
I'm gonna miss the trees
I'm gonna miss the sun
I miss the animals
I'm gonna miss you all
I need another place
Will there be peace
I need another world
This one's nearly gone
I'm gonna miss the birds
Singing all there songs
I'm gonna miss the wind
Been kissing me so long
Another world
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13.11.2009

Rudi

Ihr verblühet, süße Rosen,
meine Liebe trug euch nicht;
blühet, ach, dem Hoffnungslosen,
dem der Gram die Seele bricht!

Jener Tage denk ich trauernd,
als ich, Engel, an dir hing,
auf das erste Knöspchen lauernd
früh zu meinem Garten ging.

Alle Blüten, alle Früchte
noch zu deinen Füßen trug,
und vor deinem Angesichte
Hoffnung in dem Herzen schlug.

Ihr verbühet, süße Rosen,
meine Liebe trug euch nicht;v blühet, ach, den Hoffnungslosen,
dem der Gram die Seele bricht!

Johann Wolfgang von Goethe

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18.11.2009

Taco

Wo wird Einst des Wandermühen
letzte Ruhestätte sein?
Unter Palmen in dem Süden?
Unter Linden an dem Rhein?

Werd ich wo in einer Wüste
eingescharrt von fremder Hand?
Oder ruh ich an der Küste
eines Meeres in dem Sand?

Immerhin! Mich wird umgeben
Gotteshimmel, dort wie hier,
und als Totenlampen schweben
nachts die Sterne über mir.

Heinrich Heine
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23.11.2009

JohannBlackoulaBen

Lebe wohl! - du fühlest nicht,
was es heißt, dies Wort der Schmerzen,
mit getrostem Angesicht
sagtest du's und leichtem Herzen.
Lebe wohl! - Ach, tausendmal
hab' ich es mir vorgesprochen
und, in nimmersatter Qual,
mir das Herz damit zerbrochen!

Eduard Mörike
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23.01.2010

Toni

Blüten schweben über deinem Grabe.
Schnell umarmte dich der Tod, o Knabe,
Den wir alle liebten, die dich kannten,
Dessen Augen wie zwei Sonnen brannten,
Dessen Blicke Seelen unterjochten,
Dessen Pulse stark und feurig pochten,
Dessen Worte schon die Herzen lenkten,
Den wir weinend gestern hier versenkten.

Maiennacht. Der Sterne mildes Schweigen...
Dort! ich seh es aus der Erde steigen!
Unterm Rasen quillt hervor es leise,
Flatterflammen drehen sich im Kreise,
Ungelebtes Leben zuckt und lodert
Aus der Körperkraft, die hier vermodert,
Abgemähter Jugend letztes Walten
Letzte Glut verrauscht in Wunschgestalten,

Eine blasse Jagd:
Voran ein Zecher,
In der Faust den überfüllten Becher!
Wehnde Locken will der Buhle fassen,
Die entflatternd nicht sich haschen lassen,
Lustgestachelt rast er hinter jenen,
Ein verhülltes Mädchen folgt in Tränen.

Durch die Brandung mit verstürmten Haaren
Seh ich einen kühnen Schiffer fahren.
Einen jungen Krieger seh ich toben,
Helmbedeckt, das lichte Schwert erhoben.
Einer stürzt sich auf die Rednerbühne,
Weites Volksgetos beherrscht der Kühne.
Ein Gedräng, ein Kämpfen, Ringen, Streben!
Arme strecken sich und Kränze schweben -

Kränze, wenn du lebtest, dir beschieden,
Nicht erreichte!
Knabe, schlaf in Frieden!

Conrad Ferdinand Meyer
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31.01.2010

HollyBilly

Geh fort von mir. So werd ich fürderhin
in deinem Schatten stehn. Und niemals mehr
die Schwelle alles dessen, was ich bin,
allein betreten. Niemals wie vorher

verfügen meine Seele. Und die Hand
nicht so wie früher in Gelassenheit
aufheben in das Licht der Sonne, seit
die deine drinnen fehlt. Mag Land um Land

anwachsen zwischen uns, so muss doch dein
Herz in dem meinen bleiben, doppelt schlagend.
Und was ich tu und träume, schließt dich ein:

so sind die Trauben überall im Wein.
Und ruf ich Gott zu mir: Er kommt zu Zwein
und sieht mein Auge Zweier Tränen tragend.

Rainer Maria Rilke
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07.03.2010

Jack

O bittere Not
Und o Weh und o Weh,
Alle Blumen sind tot
Und begraben im Schnee,
Alle Blätter sind fort,
Sind verwelkt und verdorrt,
Wohin und wohin ich auch seh.

Mein Sommer der starb,
Denn o Weh und o Weh,
Mein Lieben verdarb,
Liegt begraben im Schnee,
Ist verwelkt und verdorrt,
Und der Wind trieb es fort,
Wohin und wohin ich auch seh.

Es kommet der Mai,
Doch o Weh und o Weh,
Meine Zeit ist vorbei,
Ist begraben im Schnee,
Ist verwelkt und verdorrt,
Ist verschwunden und fort,
Wohin und wohin ich auch seh.

Hermann Löns
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09/10.03.2010

Melvin Rosella

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: Es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

Rainer Maria Rilke
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14.03.2010

Heart

Nun sind sie vorüber, jene Stunden,
Die der Himmel unsrer Liebe gab,
Schöne Kränze haben sie gebunden,
Manche Wonne floss mit ihnen ab.

Was der Augenblick geboren,
Schlang der Augenblick hinab,
Aber ewig bleibt es unverloren,
Was das Herz dem Herzen gab.

Adalbert Stifter
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27.03.2010

Viele von Ihnen werden sich sicher an Rita erinnern...die kleine Hündin die 11 Jahre im Keller gehalten wurde...
Im Januar 2009 konnten wir sie vermitteln, sie fand nach wenigen Wochen in der Pflegestelle bei uns ein schönes Zuhause in München. Dort konnte sie 14 Monate ihr Leben geniessen und alles nachholen- sie hatte den Himmel auf Erden.
Leider nur 14 Monate, am 27.03. musste sie auf Grund von Multi-Organversagen gehen gelassen werden.

Mach's gut mein Schätzchen, wir hatten Dich sehr lieb...



Auch Evi möchte gerne etwas sagen, ich übersetze es direkt.

"Jeden Tag kämpfe ich mit irgendwelchen Leuten um das Überleben der Tiere, und eines Tages tat ich es für Dich...
Ich werde nie Dein "Frauchen" vergessen, als ich die Kamera zückte um Dich dort im Keller zu fotografieren versuchte sie mit dem Stock auf mich einzuschlagen...
Ich werde nie Deinen Blick vergessen, als wenn Du mich um Hilfe angefleht hast...
Ich werde nie vergessen als Du zum ersten Mal aus dem Keller kamst und die Sonne sahst, da Deine Augen es nicht ertragen konnten habe ich sie mit meiner Kleidung bedeckt...
Aber Rita - Du hattest es verdient es besseres Leben zu führen, wie alle Tiere , also hat Gott Dir ein weiteres Jahr geschenkt, um all die Jahre zuvor wieder gut zu machen.
Ich bin sehr stolz auf Rita , Du hast wenigstens ein bißchen leben können !
Danke an Frau E. für alles ."
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03.08.2010



Julia musste heute leider erlöst werden, es ging nicht mehr :-( Die Pflegemama schreibt die letzten Worte für Julchen...:

Als Julia vor 2 Jahren und 2 Monaten zu uns kam, wussten wir das ihre Zeit bei uns begrenzt sein wird. Sie hat es trotzdem sehr lange mit uns ausgehalten.
Heute hat sie ihre letzte große Reise angetreten, wir waren nur ein Etappenziel in ihrem Leben.
Trotz ihres Alters - sie war schätzungsweise 11 bis 12 Jahre alt als sie Renas Hundelager in Patras verlassen konnte - und all ihrer Gebrechen, war sie unser Seelenhund.
Unser Dank geht an Maria aus Patras und Tiere in Not Griechenland e.V., die Julia die Ausreise nach Deutschland ermöglichst haben, an Ulla Petermann, die immer zur Stelle war, wenn unser Job uns keine Alternative ließ, an Tanja - Julia war unser gemeinsames Hundekind - an Annette (Fledermaus) für ihre hilfreiche Unterstützung und an Bibi, die Julia in ihren letzten Tagen bei uns behütet und betreut hat.
In unseren Herzen wird Julia immer weiterleben.
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16.10.2010

Gekas

Die Zeit ist hin; du löst dich unbewusst
Und leise mehr und mehr von meiner Brust;
Ich suche dich mit sanftem Druck zu fassen,
Doch fühl ich wohl, ich muss dich gehen lassen.

So lass mich denn, bevor du weit von mir
Im Leben gehst, noch einmal danken dir;
Und magst du nie, was rettungslos vergangen,
In schlummerlosen Nächten heimverlangen.

Hier steh ich nun und schaue bang zurück;
Vorüber rinnt auch dieser Augenblick,
Und wie viel Stunden dir und mir gegeben,
Wir werden keine mehr zusammen leben.

Theodor Storm
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27.10.2010

Tibo
Tibo und Pauli stehen hier stellvertretend , Clover wird noch vermisst...Die drei wurden an einem Tag Tag vergiftet , leider konnten wir aber Clover's Körper nicht finden, sodass wir nicht sicher sein können dass er nicht doch noch lebt. Die Hoffnung stirbt zuletzt...

Der Feind

Einen kenn ich,
Wir lieben ihn nicht;
Einen nenn ich,
Der die Schwerter zerbricht.
Weh! sein Haupt steht in der Mitternacht,
Sein Fuß in dem Staub;
Vor ihm weht das Laub
Zur dunkeln Erde hernieder.
Ohne Erbarmen
In den Armen
Trägt er die kindisch taumelnde Welt;
Tod, so heißt er,
Und die Geister
Beben vor ihm, dem schrecklichen Held.

Clemens Brentano
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08.11.2010

Martha

Das Mädchen
Vorüber! Ach, vorüber!
Geh, wilder Knochenmann!
Ich bin noch jung, geh Lieber!
Und rühre mich nicht an.

Der Tod
Gib deine Hand, du schon und zart Gebild!
Bin Freund, und komme nicht, zu strafen.
Sei gutes Muts! ich bin nicht wild,
Sollst sanft in meinen Armen schlafen

Matthias Claudius
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17.11.2010

Ferro

Reiseziel

Nun ist das Leben an seinem Ziel
Und ohne Zweck war die Reise.
O Jüngling, rühre das Saitenspiel,
Schon morgen wirst du zum Greise.
Das lecke Schiff und der morsche Kiel
In Meeren ohne Geleise,
Der Winde Ball und der Wellen Spiel
Unnütz gewirbelt im Kreise.
So viel gehofft und gewünscht so viel,
Getäuscht in jeglicher Weise,
Hindurch durchs ewige Widerspiel
Gequält von Glut und von Eise.
Nun sinkt die Rose auf mattem Stiel,
Die Blätter fallen vom Reise.
Nun ist das Leben an seinem Ziel
Und ohne Zweck war die Reise.

Muhammad Schams ad-Din Hafis
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21.11.2010

PandoraTillaDino

Die Schwalben sammeln lärmend ihre Züge
und stieben von den Telegraphendrähten,
als ob der Herbst mit Daunenkissen schlüge
und wirbelnd aus den aufgeplatzten Nähten
die weiße Wolle in den Himmel würfe.
Dann fliegen sie in ferne Palmenländer –
und eine Krankheit wird die Welt befallen,
bis über ihre purpurnen Gewänder
die hohlen Winde aufeinander prallen
und lange Nächte durch unsinnig wüten.
Und hangend wie in ungeheuren Schächten,
wirst du mit weiten Augen lauschend liegen
in diesen lauten windewilden Nächten;
kein Arm wird sich um deine Schulter schmiegen,
und dir wird sein, als ob dein Herz zerfiele.

Gustav Sack
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22.11.2010

Jotta

Die Rose
Im Garten sah ich frisch und schön
die aufgeblühte Rose stehn;
und wer sie sah und wer sie fand,
gleich mir entzücket vor ihr stand.

Der Gärtner kam in raschem Gang;
da ward mir für die Rose bang.
Ich stand und sah, wie plötzlich - ach!
des Gärtners Hand die Rose brach.

"Du harter Mann, was machest du?"
rief ich dem Gärtner zürnend zu;
"die Rose, die so herrlich stand,
bricht ohn Erbarmen deine Hand!"

"Der Sturm könnt sie entblättern hier",
sprach drauf der Gärtner mild zu mir.
"Für sie, die hier gefährdet stand,
weiß ich ein sichres, bessres Land.

In jenes Land versetz ich sie;
denn dort erreicht der Sturm sie nie.
Wirst du sie einst dort wiedersehn,
so blüht sie hundertmal so schön!"

Johann Peter Hebel
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24.11.2010

ElmoInga

IM HIMMEL GIBT ES KEINE ZÄUNE

Im Himmel gibt es keine Zäune,
im Himmel erfüllen sich all euere Träume,
grüne Wiesen, freies Land,
ihr könnt laufen, ohne Leine, ohne Band,
springen, rennen, verrückte Sachen machen,
ja, auch Hunde können lachen.
Einem Ball nachjagen,
nicht fragen,
ob es heute Essen gibt,
einen Herrn, der euch liebt.
Dösend im Schatten liegen,
süße, kleine Welpen kriegen,
keine Schläge ins Gesicht,
nein, Zäune gibt es im Himmel nicht.
Keine Zäune, keinen Schmerz und kein Leid,
einen Herrn der immer hat für euch Zeit.
Ihr habt genug gelitten, euer Leben fängt jetzt erst an,
mit eurem Tode es begann.
Im Himmel gibt es keine Zäune,
im Himmel erfüllen sich all euere Träume.

Peter Schulz
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07.12.2010

Panda

Trauer
Ich wandle einsam,
Mein Weg ist lang;
Zum Himmel schau ich
Hinauf so bang.
Kein Stern von oben
Blickt niederwärts,
Glanzlos der Himmel,
Dunkel mein Herz.

Mein Herz und der Himmel
Hat gleiche Not,
Sein Glanz ist erloschen,
Mein Lieb ist tot.

Peter Cornelius
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27.12.2010

Kassandra

Liebe und Tod
Die Liebe schritt, als voll das Mondlicht schien,
Des Paradieses Thymianflur entlang
Und spähte hell umher auf ihrem Gang.
Da sah sie plötzlich unterm Eibenbaum
Alleine wandelnd, redend wie ein Traum,
Den Tod; zum ersten Male sah sie ihn.
Flieh, sprach der Tod; denn dieser Pfad ist mein!
Die Liebe weint' und wandte sich, zu fliehn;
Doch scheidend sprach sie: Diese Stund ist dein;
Du bist des Lebens Schatten; wie der Baum
Im Sonnenlicht beschattet rings die Matten,
So wirft im lichtbestrahlten Weltenraum
Das große Leben rings des Todes Schatten;
Der Schatten schwindet mit des Baumes Fall,
Ich aber herrsche ewig ob dem All.

Alfred Lord Tennyson
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09.01.2011

Pippa

Wenn ich sterben muß,
gehalten in starken Armen,
mit dem letzten Kuß, wird er mich erwärmen,
werd’ ich glücklich sein.

Denn ich bin nicht allein,
wie ich es im Leben oft
gewesen bin.

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16.01.2011

Stratoulis

Nur ein Hund
Ja, Dir wird's schwer, mich zu verlassen!
dein Auge bricht, als ob du weinst,
und warst doch bloß ein Kind der Gassen!
Ja, damals ahnt' ich nicht, dass einst
als letzter Freund ein Hund mir bliebe:
da sucht' ich noch bei Menschen Liebe.
Mein Hund, in deine treuen Augen
hab' manche Frage ich versenkt,
für die nicht Menschenblicke taugen,
wo man ein Tier braucht, das nicht denkt,
die Ohnmacht auch in ihm zu sehen,
mit der wir selbst durchs Leben gehen.
Du hast mir nie ein Leid bereitet:
Das kann kein Mensch, der liebste nicht!
Nun liegt dein Leib vom Tod gebreitet,
verlöscht dein tröstend Augenlicht ...
Was will mir denn wie Glück noch scheinen?
mein Hund, mein Freund: ich kann noch weinen!

Richard Dehmel
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Februar 2011

Aspri  Aetos

Wie wenn das Leben...
Wie wenn das Leben wär nichts andres
als das Verbrennen eines Lichts!
Verloren geht kein einzig Teilchen,
jedoch wir selber gehn ins Nichts!
Denn was wir Leib und Seele nennen,
so fest in eins gestaltet kaum,
es löst sich auf in tausend Teilchen
und wimmelt durch den öden Raum.
Es waltet stets dasselbe Leben,
Natur geht ihren ewgen Lauf;
in tausend neu erschaffnen Wesen,
stehn diese tausend Teilchen auf.
Das Wesen aber ist verloren,
das nur durch diesen Bund bestand,
wenn nicht der Zufall die verstaubten
aufs Neue zu einem Sein verband.

Theodor Storm
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03.03.2011

Jake

O sieh den Morgen...
O sieh den Morgen lächelnd sich entschleiern,
O sieh den Turm, wie er von Strahlen glüht.
Horch! Wie dem Ruhm die Freude, zieht
Des jungen Tages ersten Feuern
Entgegen schon der Wälder erstes Lied.
Ja, lächle nur bei all dem Schönen.
Dieselbe Sonne leuchtet deinen Tränen,
Wenn morgen mich der dunkle Sarg verschlingt.
Ob meinem Grabe von denselben Tönen
Erschallt der Wald, davon er heute klingt?
Dann aber wird die Seele selig schweben
Im Grenzenlosen über Raum und Zeit.
Im Morgenrot der Ewigkeit
Wird man erwachen einst vom Leben,
Gleichwie aus wüster Traumgesichte Streit.

Victor Hugo

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23.03.2011



Oft denk’ ich...
Oft denk’ ich, sie sind nur ausgegangen,
Bald werden sie wieder nach Hause gelangen,
Der Tag ist schön, o sei nicht bang,
Sie machen nur einen weiten Gang.

Jawohl, sie sind nur ausgegangen,
Und werden jetzt nach Hause gelangen;
O sei nicht bang, der Tag ist schön,
Sie machen nur den Gang zu jenen Höh’n.

Sie sind uns nur voraus gegangen,
Und werden nicht hier nach Haus verlangen,
Wir holen sie ein auf jenen Höh'n
Im Sonnenschein, der Tag ist schön.

Friedrich Rückert

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11.06.2011

Loki

Fenster wo ich einst mit dir...
Fenster wo ich einst mit dir
Abends in die landschaft sah
Sind nun hell mit fremdem licht.
Pfad noch läuft vom tor wo du
Standest ohne umzuschaun
Dann ins tal hinunterbogst.
Bei der kehr warf nochmals auf
Mond dein bleiches angesicht..
Doch es war zu spät zum ruf.
Dunkel – schweigen – starre luft
Sinkt wie damals um das haus.
Alle freude nahmst du mit.

Stefan George
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21.06.2011

Dora

Und tut's dir weh dass ich von dir geh',
Warum willst du noch dass es dein Auge seh,
Und les' es schwarz auf weiß verbrieft,
Wie mir das Herz vor Wehmut trieft?
Ernst mahnend wie die Freude flieht,
Ein Schatten des Gedankens zieht
Das geschriebene Wort dem Blick einher
Und macht das Herz uns trüb und schwer.
Da steht nun das Wort so traut und lieb;
Doch wo ist die Hand die es niederschrieb?
Und wo ist die Brust der es schwer entklang,
Und wo ist der Mund der es wiedersang.
Drum tut's dir weh, wenn ich von dir geh',
Warum, willst du noch, dass es dein Auge seh?
Der Eine ist für den Anderen fort,
Und nichts bleibt als das kalte Wort.

Friedrich von Bodenstedt
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09.07.2011



Über alle Gräber wächst...
Über alle Gräber wächst zuletzt das Gras,
Alle Wunden heilt die Zeit, ein Trost ist das,
Wohl der schlechteste, den man dir kann erteilen;
Armes Herz, du willst nicht, dass die Wunden heilen.
Etwas hast du noch, solang es schmerzlich brennt;
Das Verschmerzte nur ist tot und abgetrennt.

Friedrich Rückert

"Leider mussten wir Jerry aufgrund einer schweren Erkrankung gehen lassen.
Trotz seiner zum großen Teil von Anfang an vorhandenen Erkrankungen, denke ich, dass er die letzten 3 Jahre noch genießen konnte und ein hohes Hundealter erreicht hat. Wir werden ihn nicht vergessen!"
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12.07.2011

Irma

Der Tod
Ach, es ist so dunkel in des Todes Kammer,
Tönt so traurig, wenn er sich bewegt
Und nun aufhebt seinen schweren Hammer
Und die Stunde schlägt.

Matthias Claudius

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19.07.2011

Rika

Totenblumen
Es blühten Tulpen und Narzissen,
sie blühten dir, sie blühten mir,
sie sind verwelkt, sie sind verdorret,
denn heute muss ich fort von dir.

Der blaue und der weiße Flieder,
der hat verloren seine Zier;
er wird uns niemals wieder blühen,
denn heute muss ich fort von dir.

Die roten und die weißen Rosen,
die blühen weder dir noch mir;
sie müssen ungepflückt verwelken,
denn heute muss ich fort von dir.

Die Astern und Reseden blühen,
was hilft es dir, was hilft es mir;
ein andrer wird sie beide brechen,
denn heute muss ich fort von dir.

Die allerletzten gelben Blumen,
die Ringelblumen, pflück ich mir;
sie blühen auf dem Grab der Liebe,
denn heute muss ich fort von dir.

Hermann Löns
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22.07.2011

Pontos

Als der Hund tot war
Alard ist hin, und meine Augen fließen
Mit Tränen der Melancholie!
Da liegt er tot zu meinen Füßen!
Das gute Vieh!
Er tat so freundlich, klebt' an mich wie Kletten,
Noch als er starb an seiner Gicht.
Ich wollt ihn gern vom Tode retten,
Ich konnte nicht.
Am Eichbaum ist er oft mit mir gesessen,
In stiller Nacht mit mir allein;
Alard, ich will dich nicht vergessen,
Und scharr dich ein,
Wo du mit mir oft saß'st, bei unsrer Eiche,
Der Freundin meiner Schwärmerei. -
Mond, scheine sanft auf seine Leiche!
Er war mir treu.

Matthias Claudius
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03.08.2011

Lester Leila

Im Abendrot
Wir sind durch Not und Freude
Gegangen Hand in Hand,
Vom Wandern ruhn wir beide
Nun überm stillen Land.
Rings sich die Täler neigen,
Es dunkelt schon die Luft,
Zwei Lerchen nur noch steigen
Nachträumend in den Duft.
Tritt her, und lass sie schwirren,
Bald ist es Schlafenszeit,
Dass wir uns nicht verirren
In dieser Einsamkeit.
O weiter, stiller Friede!
So tief im Abendrot
Wie sind wir wandermüde –
Ist das etwa der Tod?

Joseph von Eichendorff
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20.08.2011

Peggy Linus

Der Säemann säet den Samen,
Die Erde empfängt ihn, und über ein kleines
Keimet die Blume heraus -
Du liebtest sie. Was auch dies Leben
Sonst für Gewinn hat, war klein dir geachtet,
Und sie entschlummerte dir!
Was weinest du neben dem Grabe,
Und hebst die Hände zur Wolke des Todes
Und der Verwesung empor?
Wie Gras auf dem Felde sind Menschen
Dahin, wie Blätter! Nur wenige Tage
gehn wir verkleidet einher!
Der Adler besuchet die Erde,
Doch säumt nicht, schüttelt vom Flügel den Staub und
Kehret zur Sonne zurück!

Matthias Claudius
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21.08.2011

Sky

Nicht alle Schmerzen sind heilbar, denn manche schleichen sich tiefer ins Herz hinein, und während die Tage verstreichen werden sie Stein.
Wir lachen und sprechen, als wenn nichts wäre, sie scheinen zerronnen wie Schaum, doch wir spüren ihre lastende Schwere bis in den Traum.
Der Frühling kommt wieder mit Wärme und Helle, die Welt wird ein Blütenmeer, aber in unseern Herzen ist eine Stelle, da blüht nichts mehr.
Er fehlt mir so sehr...mein Traumhund, mein Kind, mein Alles ...
in tiefer Trauer Manuela K.
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18.09.2011

Mitsos

Ich möchte hingehn...
Ich möchte hingehn wie das Abendrot
Und wie der Tag in seinen letzten Gluten -
O leichter, sanfter, ungefühlter Tod!
Mich in den Schoß des Ewigen verbluten.
Ich möchte hingehn wie der heitre Stern,
Im vollsten Glanz, in ungeschwächtem Blinken;
So stille und so schmerzlos möchte gern
Ich in des Himmels blaue Tiefen sinken.
Ich möchte hingehn wie der Blume Duft,
Der freudig sich dem schönen Kelch entringet
Und auf dem Fittich blütenschwangrer Luft
Als Weihrauch auf des Herren Altar schwinget.
Ich möchte hingehn wie der Tau im Tal,
Wenn durstig ihm des Morgens Feuer winken;
O wollte Gott, wie ihn der Sonnenstrahl,
Auch meine lebensmüde Seele trinken!
Ich möchte hingehn wie der bange Ton,
Der aus den Saiten einer Harfe dringet,
Und, kaum dem irdischen Metall entflohn,
Ein Wohllaut in des Schöpfers Brust erklinget.
Du wirst nicht hingehn wie das Abendrot,
Du wirst nicht stille wie der Stern versinken,
Du stirbst nicht einer Blume leichten Tod,
Kein Morgenstrahl wird deine Seele trinken.
Wohl wirst du hingehn, hingehn ohne Spur,
Doch wird das Elend deine Kraft erst schwächen,
Sanft stirbt es einzig sich in der Natur,
Das arme Menschenherz muss stückweis brechen.

Georg Herwegh
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25.09.2011

Anesto

Und soll't ich geh'n,
solange Du noch hier…

So wisse, daß ich weiterlebe,
nur tanz ich dann zu einer andren Weise
und hinter einem Schleier, der mich dir verbirgt.

Sehen wirst du mich nicht,
jedoch hab nur Vertrauen.
Ich warte auf die Zeit,
da wir gemeinsam neue Höhen erklimmen
einer des anderen wahrhaftig.

Bis dorthin leere du den Becher
deines Lebens bis zur Neige,
und wenn Du mich einst brauchst,
laß nur dein Herz mich leise rufen

…ich werde da sein.

Colleen Corah Hitchcock
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18.11.2011

Luluthi

Unsere Toten leben fort in den süssen Flüssen der Erde,
kehren wieder mit des Frühlings leisem Schritt,
und es ist ihre Seele im Wind,
der die Oberfläche der Teiche kräuselt.

Häuptlings Seattle vom Stamme der Duwamish

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10.01.2012

Xristina

Wie wenn das Leben wär nichts andres
als das Verbrennen eines Lichts!
Verloren geht kein einzig Teilchen,
jedoch wir selber geh'n ins Nichts!
Denn was wir Leib und Seele nennen,
so fest in eins gestaltet kaum
es läst sich auf in tausend Teilchen
und wimmelt durch den Raum.
Es waltet stets dasselbe Leben.
Natur geht ihren ew'gen Lauf;
in tausend neu erschaffnen Wesen
steh'n diese tausend Teilchen auf.

Theodor Storm
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19.01.2012

Titus

Sieh, wie alles so still ist drüben in der Unendlichkeit,
wie leise ziehen die Welten, wie still schimmern die Sonnen,
der große Ewige ruhet wie eine Quelle mit seiner überfließenden
unendlichen Liebe mitten unter ihnen
und erquickt und beruhigt alles.

Jean Paul
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18.02.2012

Fiwos

Das Licht helfe dir, Kurs zu halten auf deiner Reise.
Der Wind stärke dir den Rücken.
Der Sonnenschein wärme dein Gesicht
und der Regen falle sanft auf deine Haare.
Bis wir uns wiedersehen,
halte Gott dich geborgen in seiner schützenden Hand.

Irischer Reisesegen
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01.03.2012

Sienna + Xenia

Vor meinem eignen Tod ist mir nicht bang,
nur vor dem Tode derer, die mir nah sind.
Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind?
Allein im Nebel tast ich todentlang
und lass mich willig in das Dunkel treibe…
Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben.
Der weiß es wohl, dem Gleiches widerfuhr
- und die es trugen, mögen mir vergeben.
Bedenkt: den eignen Tod, den stirbt man nur,
doch mit dem Tod der andren muss man leben!

Mascha Kaléko
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03.03.2012

Bernie

Geliebte, wenn mein Geist geschieden,
So weint mir keine Träne nach;
Denn, wo ich weile, dort ist Frieden,
Dort leuchtet mir ein ew'ger Tag!
Wo aller Erdengram verschwunden,
Soll euer Bild mir nicht vergehn,
Und Linderung für eure Wunden,
Für euern Schmerz will ich erflehn.
Weht nächtlich seine Seraphsflügel
Der Friede übers Weltenreich,
So denkt nicht mehr an meinen Hügel,
Denn von den Sternen grüß' ich euch!

Annette von Droste-Hülshoff
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06.03.2012

Bandit + Tizia

Da tat es mir wohl, vor dir zu weinen,
um sie und für sie, um mich und für mich.
Ich ließ den Tränen, die ich zurückgehalten, freien Lauf.
Mochten sie fließen, so viel sie wollten.
Ich bettete mein Herz hinein und fand Ruhe in ihnen.

Aurelius Augustinus
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01.04.2012

Carlie

Der Tod ist groß.
Wir sind die Seinen
lachenden Munds.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen
mitten in uns.

Rainer Maria Rilke
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15.04.2012

Femi

Der weiße, stolze Schwan hat wunderbar gesungen,
und weinend bin ich an mein Lebensend gedrungen,
Welch streng und hartes Schicksal,
ist ungetröstet sterben.
Um mich der Tod will werben,
im Tod werd ich gefangen,
von aller Freud erfüllt, beseligt vom Verlangen.
Wenn in dem Sterben ich nicht andern Schmerz müßt tragen,
ich stürb wohl tausendmal in meinen Lebenstagen.

Jacques Arcadelt
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15.05.2012

Elsa

Du bist ein Schatten am Tage
und in der Nacht ein Licht.
Du lebst in meiner Klage
und stirbst im Herzen nicht.
Wo ich auch nach dir frage,
finde ich von dir Bericht.
Wo ich mein Zelt aufschlage,
da wohnst Du bei mir dicht.

Friedrich Rückert
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21.05.2012

Maya

Dreifach ist der Schritt der Zeit:
Zögernd kommt die Zukunft hergezogen,
Pfeilschnell ist das Jetzt verflogen,
Ewig still ist die Vergangenheit.

Friedrich Schiller
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19.03.2013



Tessa musste leider von ihrer Familie von einem Krebsleiden erlöst werden :-(
Familie M. gedenkt Tessa mit bewegenden Worten :

Als der Regenbogen verblasste
da kam der Albatross
und er trug mich mit sanften Schwingen
weit über die sieben Weltmeere.
Behutsam setzte er mich an den Rand des Lichts.
Ich trat hinein und fühlte mich geborgen.
Ich habe euch nicht verlassen,
ich bin euch nur ein Stück voraus.

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11.11.2013

Dipsy (Trixi)

Das geliehene Tier „Ich will dir ein Tier für eine Weile leihen“, hat mal ein Engel zu mir gesagt. „Damit du es lieben kannst, solange es lebt und trauern, wenn es tot ist. Ich kann dir nicht versprechen, dass es bleiben wird, weil alles von der Erde zu den Sternen zurückkehren muss. Wirst du darauf aufpassen, für mich, bis ich es zurückrufe? Es wird dich bezaubern, um dich zu erfreuen und sollte sein Bleiben nur kurz sein, du hast immer die Erinnerungen, um dich zu trösten. Willst du ihm alle deine Liebe geben und nicht denken, dass deine Arbeit umsonst war? Und mich auch nicht hassen, wenn ich das Tier zu mir heim hole?“ Mein Herz antwortete: “Lieber Engel, dies soll geschehen! Für all die Freuden, die dieses Tier bringt, werde ich das Risiko der Trauer eingehen. Wir werden es mit Zärtlichkeit beschützen und es lieben, solange wir dürfen. Und für das Glück, das wir erfahren durften, werden wir für immer dankbar sein. Auch, solltest du es früher zurückrufen, viel früher, als geplant, werden wir die tiefe Trauer meistern und versuchen, zu verstehen. Wenn unser geliebtes Tier diese Welt voll von Spannung und Zwietracht verlässt, schicke uns doch bitte eine andere bedürftige Seele, um sie ihr Leben lang zu lieben.“ ~~(Verfasser unbekannt)~~

Trixis Familie bat uns folgendes für die Kleine zu schreiben :

Meine liebe kleine Maus,
es gab keinen anderen Ausweg mehr, bitte verzeih uns.
Du warst die große Seele in kleinem, krank gewordenem Körper.
Wir haben dich verloren und dich wird es nie mehr geben.
Unser Schmerz ist sehr groß und Trauer sehr tief.
Aber eins kann ich dir versprechen: wir werden dich nie vergessen.
Du bist ein Teil von uns und wirst es immer bleiben.
Wir haben dich geliebt und lieben dich jetzt und ich hoffe, du konntest es spüren.
Ruhe in Frieden, mein kleines Mädchen.
Deine Familie.
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31.12.2013

Sancha

Schick mir keinen Engel
der alle Dunkelheit bannt
aber einen
der mir
ein Licht anzündet
Schick mir keinen Engel
der alle Antworten kennt
aber einen
der mit mir
die Fragen aushält
Schick mir keinen Engel
der allen Schmerz wegzaubert
aber einen
der mit mir
Leiden aushält
Schick mir keinen Engel
der mich über die Schwelle trägt
aber einen
der in dunkler Stunde
noch flüstert
Fürchte dich nicht

Elisabeth Bernet