Expedition nach Kavala

3 Uhr , mitten in der Nacht begann das Abenteuer Kavala...
Die Taschen vollgepackt mit Hundefutter , Leerboxen im Kofferraum konnte es losgehen!
Unterschiedliche Gefühle beherrschten uns : einerseits Freude endlich all die Hunde zu sehen , von denen wir bisher nur Fotos kannten und die Beschreibungen der Tierschützer – anderseits auch die Angst vor dem, was wir vielleicht sehen könnten...
Doch eine Wahl gab es da nicht – Sekt oder Selters ! Es war mehr als klar dass es nicht nur positive Eindrücke geben wird.

Ok- ein langer Tag mit vielen, vielen Stationen lag vor uns, und wir konnten es kaum erwarten...

Kaum angekommen am Flughafen bekamen wir schon einen ersten Eindruck von dem, was die Tierschützer dort täglich zu leisten haben . Ein Setter stromerte am Flughafen um uns herum, sofort wurde Futter aus dem Auto geholt und der arme Junge bekam von Kostas zuerst einmal eine kleine Mahlzeit;-)
Wir hatten so wenig Zeit und mussten schnell weiter, denn an die 100 Hunde warteten auf uns...

Der erste Halt erfolgte am einem wunderschönen, kleinen Fischerhafen...nichts war zu sehen- keine Hunde, keine Katzen...




Doch dann hörten wir Pfiffe – Kostas rief so „seine“ Hunde ...und schon lief uns Blackos vor die Füße;-) Etwas vorsichtig beäugte er uns, die wir total fremd für ihn waren...doch nach kurzer Zeit ließ er sich anfassen und vertraute uns vorsichtig...



Weit enfernt, aber in Sichtnähe : Heart. Keine Chance näher an sie heranzukommen...



Und eine Katze nach der anderen gesellte sich zu Blackos.



Nun gut – es musste schnell weitergehen...

Wenige hundert Meter weiter , an einer anderen Stelle des Hafens, wieder ein Halt. Und wieder kein Hund weit und breit! Nur ein paar Arbeiter...
Ein Pfiff- und aus allen Richtungen kamen die ersten Hunde !




Die wundervolle Geka war die Erste- sie warf sich mir sofort zu Füßen und konnte nicht genug von den Streicheleinheiten bekommen!


So ein Schatz von einem Hunde...leider hat sie ein ganz unscheinbares Äußeres und die Menschen haben sie noch nicht entdeckt – dabei wäre sie so ein wundervoller Hund für jede Familie!

Valery traute sich als nächstes – und forderte dann unaufdringlich ebenso ihre Kuscheleinheiten!




Eine weitere Hündin , Valery sehr ähnlich, warscheinlich eine Schwester..., kam auch vorsichtig näher und liess sich dann beschmusen.


Donny kam in seiner ruhigen und verschmusten Art zu uns ...weitere, kleine Hunde kamen zwar in Futternähe, hielten aber von uns Menschen Abstand.
Sie werden wissen warum...



Die Arbeiter dort sind sehr nett zu den Tieren, sie kümmern sich und berichten Kostas wenn etwas passiert – zB ist Tristan, der auch dort war, seit einigen Tagen einfach vom Erdboden verschwunden...
Wir können nur spekulieren- ist er einem Unfall zum Opfer gefallen ? Hat ihn ein Jäger mitgenommen? Und wann ist der nächste dran ?

Weiter ging es in die City von Kavala...schon beim vorüber fahren haben wir Fanis in einem Hauseingang liegend entdeckt.



Fanis- was für ein toller, lieber Hund ...wir weckten ihn und er folgte uns zurück zum Auto, denn dort gab es ja Futter !
Auf dem Weg gesellte sich Shaggy zu ihm , und beide liefen neben uns her als hätten sie nie etwas anderes getan...


Mehr als einmal mussten wir uns die Hände vor die Augen schlagen, den Atem anhalten als sie sich durch den regen Verkehr schlängelten...mitten auf der Straße stehen blieben oder kurz vor einem fahrenden Auto noch schnell vorbeihuschten...
Dieses Mal ist zum Glück alles gut gegangen...Fanis hatte bisher Glück, Shaggy hat sicher in den 7 Jahren auf der Straße schon die ein oder andere Begegnung mit einem Auto gehabt...er humpelt ein wenig...
Beide Hunde sind wundervoll, und sie haben es verdient irgendwann nicht mehr wie Obdachlose in Hauseingängen liegen zu müssen, jeden Tag auf der Flucht vor Fußtritten und Autos...
Kein Kaugummi mehr im Fell kleben zu haben weil sie in dem Dreck liegen den andere wegwerfen...

Von dort ging es in ein ruhiges Waldstück, oben, auf einem Berg. In der Nähe des neugebauten Krankenhauses.
Dort leben an die 25 Hunde , weitgehend in Ruhe gelassen und in sehr friedlicher Umgebung.





Matina ist dort, ebenso Jack . Die anderen Hunde sind alle sehr scheu, sind entweder wild aufgewachsen und haben von ihren Eltern gelernt dass man Menschen gegenüber lieber aufpasst ...oder haben selbst leidvolle Erfahrungen gemacht und bleiben auf Abstand.

Soweit wie möglich sind die Tiere natürlich kastriert, aber die meisten sind derart scheu dass keine Chance besteht sie einzufangen, zu kastrieren und dann wieder auszusetzen .
Hier wäre ganz, ganz dringend eine große Lebendfalle von Nöten !!!

Die Tierschützer haben ihnen , ein Stückchen in den Wald hinein, ein kleines Hundedorf gebaut ;-) Jeder Hund hat seine eigene Hütte, warm ausgepolstert mit Decken...alle Hütten stehen im Kreis, sodass es fast niedlich wirkt.









Im Sommer haben die Tiere dort ein gutes Leben, wenn nicht irgendeiner „netten“ Person eines Tages einfallen sollte alles zu zerstören oder die Hunde zu vergiften können Sie dort in aller Ruhe und ohne großen Nöte leben.
Jeden Tag fährt Kostas hin um sie zu füttern.
Nur im Winter, in Eis und Schnee, ist es auch dort fast unaushaltbar...
Selbst die Hütten bieten dann keinen ausreichenden Schutz.

Dennoch – dieser Ort strahlte so viel Frieden aus , dort besteht kein dringender Bedarf die Tiere herauszuholen. Wenn es überall so „sicher“ wäre – wir müssten keine Hunde vermitteln...

An der nächsten Straßenecke warteten freudig Alves und Zoi auf uns ! Auch sie bekommen ihre Mahlzeit ( obwohl Zoi schon mal ab und an darauf verzichten könnte bei ihrem Übergewicht,-) .Auch die beiden werden dort noch geduldet, sie leben vor dem Tor des Krankenhauses. Dennoch direkt an der Straße...
Alves beschützt seine Zoi mit ein wenig Machogehabe,-) Zoi ist ein liebes, dickes Mäuschen ;-)





Der nächste Stop fand an einer unscheinbaren Nebenstraße statt...
Nach ein paar Pfiffen fanden sich dort Marino, Scout und seine Mama Medina ein. Alle 3 ganz, ganz nette Hunde ! Scout hatte noch einen Bruder, dieser schien aber leider auch bereits verschwunden zu sein...
Scout selbst ist so lieb, er warf sich gleich zu Boden und ließ sich nur zu gerne streicheln...





Medina ist schon etwas gezeichnet von dem Leben auf der Straße...sie geht staksig und hatte sicher auch schon mal einen Unfall...ein ganz liebes Mädchen ohne viele Chancen hier in Deutschland...Schäferhunde haben es schwer...



Es war traurig sie zurücklassen zu müssen...schon morgen kann sie ein Auto erwischen, oder sie werden vergiftet. Aber wieder mussten wir weiter und kamen nicht richtig dazu darüber nachzudenken was wir da erlebten.

Auf dem weiteren Weg trafen wir an einer anderen Straße die wundervolle Bonita und ihren Freund. Beides ganz tolle Hunde ! Auch sie bekamen nur schnell etwas zu futtern, ein paar Streicheleinheiten und wir mussten sie zurücklassen...



Wir fuhren weiter und auf dem Weg „sammeln“ wir Miss Mairy auf. Eine um die 70 Jahre alte Dame , einst Professorin an einer Uni.



Krebskrank und dennoch schafft sie es tagtäglich der rettende Engel für so viele Katzen und Hunde zu sein , die rings herum in der Stadt leben.
Gegenüber ihres Hauses lebte Bruno lange auf der Straße, dies war sein Schlafplatz...



Bruno's heutige Familie hatte uns einen Brief und ein paar Fotos mitgegeben – überglücklich las sie ihn wieder und wieder, selbst ein wenig Deutsch kann Miss Mairy lesen und schreiben, sich mit ihr in Englisch zu unterhalten stellt überhaupt kein Problem dar;-)
An jeder weiteren Haltestation zeigte sie jedem stolz und voller Freude die Fotos – es ist so wichtig für die Tierschützer zu wissen was aus ihren Schützlingen wird. Wir haben uns so mit ihr gefreut – und es wurde uns wirklich bewusst was es für sie und auch andere bedeutet – zu wissen dem Tier geht es gut, sie haben alles richtig gemacht!

Die erste Station führte uns an einen Ort mitten in Kavala. Nick lebt dort, Frou-Frou und Sheila...zusätzlich ein paar sehr, sehr ängstliche Hunde die wir nur von weitem sehen konnten, und die in der Vermittlung wohl kaum eine Chance haben...
Frou-Frou kam fröhlich angewetzt;-) Aber er humpelte, muss wohl in den letzten Tagen einen unbemerkten Unfall gehabt haben...Ein freundlicher Hund, aber sehr selbstbewusst und sicher nicht für jedermann geeignet;-)
Sheila machte einen tottraurigen Eindruck...sie hielt Abstand, beobachtete aber genu was wir taten und war nicht panisch. Sie hat sicher gute Chancen bei der richtigen Familie...



Nick – interessiert umrundete er uns ständig! Sehr scheu, aber in dem Alter bekommt man das schnell hin- WENN man ihn denn einmal hätte...



Schnell alles abgefüttert, auch jede Menge Katzen gesellten sich zu den Hunden und fraßen hungrig was ihnen angeboten wurde...



Und weiter ging es.

Wieder einige Zeit später erreichten wir eine andere Tierschützerin, welche auch ab und zu Tiere aufnimmt bis wir sie ausfliegen können : Maria .
Maria betreibt mit ihrem Bruder zusammen einen Bauernhof. Sie ist Griechin und man sollte griechische Hundehaltung nicht mit der deutschen Hundehaltung vergleichen...



Maria ist herzensgut, sie strahlt Energie aus und tut alles für ihre Tiere, leider hat sie aber keinerlei Gehege sodass die Hunde an der Kette leben müssen – um sie zu schützen...
Wenn das nur von kurzer Dauer ist – ok. Aber alleine Candy müsste dringenst! Dort weg, sie hat schon eine Art Zwingerkoller...



Zu viel Energie in einem so jungen Hund, an der Kette einfach nicht auslebbar...
Hanna ist dort, ebenso momentan Pina.



Auch ihre eigenen Hunde sind angekettet, dürfen aber – so wie sie sagt- abends frei laufen bis zum nächsten Morgen. Tagsüber können Ketten auch schnell mal zur Stolperfalle werden ;-)



Wir können und wollen sie nicht verurteilen, sie liebt die Tiere wirklich. Und tut ihr Bestes!
Zum Abschied schenkte sie uns beiden eine Rose, aus ihrem Garten ;-)

Und weiter ging es in das Dorf in dem Kostas's Mutter wohnt. Sie betreibt dort eine kleine Taverne, und es gibt dort natürlich auch Streuner die versorgt werden.
Dort leben Mara, Artemis, Tex und Dijana.
Tex war neu dort, er hatte noch kein Halsband welches ihn als Tierschutzhund kennzeichnet. Anfangs gab er sich sehr zurückhaltend, aber schon nach kurzer Zeit konnten wir ihn anfassen.
Wir hielten ihn solange fest bis das Halsband fertig und angelegt war- Tex ist ein typischer Jagdhund...Freund jedes Menschen, er geniesst die menschliche Zuwendung und wird einer Familie, die ihn zu sich nimmt, ein treuer Begleiter sein...



Mara hielt gebührenden Abstand, sie kennt den Menschen nur als Feind, von dem man besser zurückschreckt...das wird einiges an Arbeit werden, sie „zurückzuholen“ und ihr das Vertrauen zu geben, aber es wird klappen mit viel Liebe.



Artemis ist völlig unkompliziert ( hat leider momentan eine Augenverletzung ) und Dijana ist eine selbstbewusste aber sehr freundliche und nette Hündin;-)



Dort zeigte Miss Mairy natürlich auch wieder jedem ihre Schätze;-)



Und wir lernten den Anwalt des Tierschutzvereines Aesops kennen, welcher zufällig mit seiner Familie dort beim Essen war. Ein sehr freundlicher Herr, sehr „straight“ und engagiert!


Während wir die Hunde vor der Taverne auf der Straße beschmusten hörten wir hinter uns einen Tumult – wir verstanden leider, oder zum Glück, nicht worum es ging, aber es wurde lauter und lauter...
Wie uns anschließend berichtet wurde hatte ein Gast, der aus der Taverne kam, schimpfenderweise das Lokal verlassen- als er uns mit den Streunern schmusen sah.
Seine Worte waren „ dieses ganze Viehzeug sollte man mit einem Gewehr abknallen, das ist das einzig richtige!“
Oh oh...er hatte nicht bemerkt dass der Anwalt direkt daneben stand !

Er wurde gleich in die Schranken verwiesen und ihm wurde mit Klage gedroht...naja! Wirklich imponiert hat es dem netten Herrn nicht, er will auch versuchen den Bürgermeisterposten zu bekommen bei der nächsten Wahl.
Na das wäre eine Freude:-(
Der jetzige Bürgermeister des Dorfes ist sehr hilfreich und der einzige !!! Bürgermeister dort weit und breit der immer unterstützend zur Seite steht wenn Bitten an ihn gerichtet werden, im Bezug auf die Straßenhunde.

Mit dem vor sich hinschimpfenden Kostas ( übelste Schimpfworte;-))) ging die Fahrt weiter …

Und endete abrupt !!! mitten an einer Landstraße auf Grund eines allgemeinen Aufschrei's !
Ein ganz kleiner Hund rannte wie von der Tarantel gestochen längs der Straße...
Es wurde angehalten, Futter ausgepackt- und gleich wieder eingepackt, denn wir haben den Tierschützern sehr schnell deutlich gemacht dass wir den Kleinen dort nicht zurücklassen werden;-)
Wir hatten ihn im Arm und würden ihn nicht zurücksetzen!
Ok, es gab keine Chance auf Widerrede ;-) Shorty verbracht den Rest der Fahrt glücklich und entspannt auf dem Rücksitz;-)



Der Kleine Mann ist so unkompliziert und lieb! Er lief gleich an der Leine als hätte er nie etwas anderes gemacht, das Autofahren machte ihm nichts aus, im Restaurant später lag er entspannt unter dem Stuhl- und in der Pflegestelle die ihn aufgenommen hat begrüßte er sofort freudig alle anderen Hunde;-)

Zuerst aber machten wir noch einen Halt bei der Pflegestelle die unsere Welpenbande bei sich hat;-) Eine nette Dame die sich freute endlich mal wieder Deutsch sprechen zu können;-) Sie versorgt alle prächtig und wir machten uns um das Jungvolk keine Sorgen mehr ;-)
Auch dort kamen natürlich Miss Mairy's Brief und die Fotos wieder zum Einsatz;-)





Die Pflegestelle von Shorty beherbergte auch unsere Ylvi, und so konnten wir sie am Abend endlich sehen...auch wenn es schon dunkel war, so war es doch eine Erleichterung sie endlich sehen zu können.
Ein kleines, unscheinbares Etwas. Hineingedrückt in eine Ecke lag sie dort, wie in ihrer eigenen Welt verkrochen, damit ihr niemand etwas antun kann...
Einerseits gab es die Erleichterung : morgen wird sie es geschafft haben!
Andererseits doch ein großer Schmerz, über das, was diesem unschuldigen, kleinen Wesen angetan worden war...

Es nutzte nicht...eine Nacht noch musste sie dort ausharren.

Der nächste Morgen...
Viel Zeit war nicht mehr, und die sollte gut genutzt werden!

Wir machten uns auf zu einer anderen Tierschützerin. Bewusst werden wir darüber nur wenig schreiben, sondern die Bilder für sich sprechen lassen.
Sicher tut sie das was in ihrem Rahmen möglich ist, auch fährt sie oft die Hunde zum Flughafen und versorgt viele Tiere auf der Straße. Nur ist ihre Auffassung der Hundehaltung ein wenig anders als wir es uns wünschen würden . Es ist aber leider, warum auch immer, nicht anders machbar...

Doch erst kamen wir auf dem Weg dorthin an eine Stelle unten am Strand. Ein Obdachloser wird dort ebenfalls von einer Tierschützerin versorgt;-) Er hat ein paar Hunde um sich geschart, und so bekam er ( noch schlafend ) sein Mittagessen hingestellt, und auch die Hunde wurden gefüttert.
In einer Hündin erkannten wir Rubia's Schwester...ein riesiger , wundervoller Hütehund war dort und weitere, nette Hunde...

Auf dem weiteren Weg wieder Hunde am Strand …
Ben, der Bruder von Blanka und Farina. Bob und ein weiterer, großer Rüde waren dort. Allesamt, bis auf Bobo, scheu. Aber bildhübsch und wundervoll anzusehen...



Dann waren wir dort. Und lassen die Bilder sprechen.
Das Außengelände, eine Müllkippe ?



Innen – es sieht ein wenig aus wie eine alte Kläranlage. Aber genügend Platz für die Hunde . Dort befinden sich Jona, Summer, Moon, Shelby, Benjamin und Franny.
Alle Hunde, bis auf Jona und Shelby, begrüßten uns überschwenglich und freudig ;-)
Ganz wundervolle Hunde, allesamt...





Weiter ins Innere – und es traf es uns mitten ins Herz...

Yvi, Blanka, Farina, Tzina, Laidy, Linda, Mairy, Clover, Autias, Kitsos und eine Pitbull-Mix Hündin teilen sich ein Gehege von ca 100 qm , inclusive Innenräumen. Der Boden wird ordentlich ausgefegt und von Hundekot befreit. Die Tiere sahen gesund und gut genährt aus.
Dennoch lag nicht eine Decke auf dem nackten Boden. Auf unsere Nachfrage hin wurde uns gesagt dass die Hunde die Decken zerpflücken, es würde sich nicht lohnen...
Die Hunde sind alle freundlich, teilweise aber sehr zurückhaltend weil sie ja kaum menschlichen Kontakt haben.
Gerade bei den Münsterländermixen merkt man aber dass sie soooo gerne würden wenn sie könnten...immer wieder starteten sie Versuche näher zu kommen, das würde bei einer netten Familie sehr schnell der Vergangenheit angehören...
Kitsos ist ein wundervoller, anhänglicher Hund...Blanka, Farina – etwas scheu aber neugierig !







Es ist zu eng, zu nackt, zu eintönig. Neben dem Gehege eine offene Sickergrube, eine Gefahr für jeden Hund der sich traut „mal eben“auf die Mauer zu springen.



Danach wurde uns noch ein Haus gezeigt, dort hinein kommen die Hunde nach eine OP oder wenn sie krank sind und separiert werden müssen.
An sich eine tolle Möglichkeit, alles ist gefliest und leicht sauber zu halten.
Aber die Tierschützerin ist davon überzeugt dass Sand vom Strand sauberer ist, oder einfacher sauber zu halten.Man weiß es nicht genau.
Ein kleiner , kranker Welpe war gerade dort.
Verloren und einsam würgte er vor sich hin:-(
Keine Chance ihn mitzunehmen- wohin ??? Sein Schicksal schien besiegelt und wir mussten es hinnehmen...
Das war unser schwerster Gang , ihn in dem Wissen zurückzulassen.





All die Hunde dort zurück zulassen, nicht zu wissen was wird.
Ob sie den nächsten Tag überlebten ?
Ob wir es schafften ihnen rechtzeitig zu helfen, ob sie eine Familie finden würden ???
Die Hunde auf den Straßen, bei den Tierschützern, überall...

Alle wollen Liebe, Zuneigung und drängen sich vor . Kennen sie keine Streicheleinheiten starren sie einen an- mitten in die Seele meint man.
Sie leiden keinen Hunger. Die Tierschützer bemühen sich so sehr und geben ihnen alles, was man tun kann unter diesen Umständen.
Und man merkt regelrecht wie sehr diese Hunde sie lieben, sie freuen sich so – und nicht nur über das Futter welches reichlich gegeben wird.
Nein – zuerst wird gekuschelt und geschmust – dann irgendwann gefressen.

Die Hunde sind zu 90% kastriert, außer die, die man nicht fangen kann. Daher wäre eine Lebendfalle so enorm wichtig! Die Arbeit die dort geleistet wird ist einfach Wahnsinn, so viele Stunden am Tag , so viele Kilometer die gefahren werden und so viel Liebe die in den wenigen Momenten geschenkt wird...

Wir konnten dieses mal nur 4 Hunde mitnehmen, alle die haben es geschafft.
Alle die, die noch da sind und kommen werden , sind in ständiger Gefahr : die Autos, die Hundehasser, das Gift, Krankheiten usw, usw...





Wir wissen dass einige sterben werden, einige verschwinden einfach...
Aber einigen werden wir auch helfen können, sie werden es schaffen ! Und anschließen unter „Angekommen“ von ihrem Glück berichten...

Das, und dass wir immer auf die Unterstützung unserer Paten, Adoptanten, Mitglieder und Mitstreiter verlassen können, gibt uns Kraft .

Jedes einzelne Tier ist es wert.