Warum erheben wir eine Schutzgebühr im Tierschutz?
Viele Interessenten fragen sich: Warum kostet ein Tierschutzhund eine Schutzgebühr?
Gerne erklären wir transparent, warum eine Schutzgebühr notwendig ist, wofür sie verwendet wird und wie sie sich zusammensetzt.
Unsere Schutzgebühr beträgt einheitlich 450,00 Euro (inkl. 7 % MwSt.). Sie deckt einen Teil der Tierarzt-, Versorgungs- und Transportkosten ab, die bis zur Vermittlung eines Hundes entstehen. Zusätzlich erhält jeder Hund bei der Übergabe ein Sicherheitsgeschirr, das insbesondere in der Anfangszeit in Deutschland wichtig ist, um ein Entlaufen zu verhindern. Die Kosten hierfür sind bereits enthalten.
Wofür wird die Schutzgebühr verwendet?
1. Schutz vor unseriösem Handel und Weiterverkauf
Eine Schutzgebühr dient dem Schutz der Tiere. Sie verhindert, dass Hunde leichtfertig übernommen oder weiterverkauft werden. Gerade im Auslandstierschutz ist dies ein wichtiges Instrument, um Hundehändlern und Missbrauch keine Chance zu geben – insbesondere bei beliebten oder vermeintlichen „Rassehunden“.
2. Deckung laufender Tierarzt- und Versorgungskosten
Im Tierschutz entstehen fortlaufend Kosten. Tierärzte arbeiten nicht kostenlos, weder in Griechenland noch in Deutschland. Zu den Standardmaßnahmen gehören Impfungen, Kastrationen, Parasitenprophylaxe, Diagnostik und Behandlungen.
Zum Vergleich: Allein die Kastration einer Hündin kostet in Deutschland oft ab 450 Euro aufwärts.
3. Verantwortung und Wertschätzung
Die Schutzgebühr steht auch für Verantwortung. Leider zeigt die Erfahrung: Tiere, die „nichts kosten“, werden häufiger unüberlegt übernommen. Mit einer Schutzgebühr möchten wir sicherstellen, dass die Entscheidung für einen Hund bewusst und nachhaltig getroffen wird.
4. Sozialprinzip im Tierschutz
Unsere Schutzgebühr ist unabhängig von Alter, Rasse oder Gesundheitszustand des Hundes. Wir unterscheiden nicht zwischen „jung“, „alt“, „gesund“ oder „krank“ - für uns hat jeder Hund den gleichen Wert und das gleiche Recht auf eine Chance. Viele Hunde verursachen bereits vor der Vermittlung hohe medizinische und organisatorische Kosten, während andere vergleichsweise wenig Aufwand benötigen. Sollte bei einzelnen Vermittlungen ein finanzielles Plus entstehen, wird dieses nicht einbehalten, sondern fließt direkt in die Versorgung anderer Hunde, die deutlich höhere Kosten verursachen - etwa durch notwendige Behandlungen, Kastrationen, Diagnostik oder längere Aufenthalte.
So ermöglicht die Schutzgebühr, dass wir auch ältere, kranke oder gehandicapte Hunde verantwortungsvoll versorgen und vermitteln können. Genau dieses soziale Ausgleichsprinzip ist ein zentraler Bestandteil unserer nachhaltigen Tierschutzarbeit.
Welche Kosten fallen bis zur Vermittlung eines Hundes an?
Eine aktuelle Preisübersicht typischer Ausgaben:
- Impfungen (Tollwut + Grundimmunisierung): ca. 50 €
- EU-Heimtierausweis: ca. 15 €
- Wurmkur: ca. 10 €
- Spot-On: ca. 15 €
- Mikrochip: ca. 30 €
- Kastration Rüde / Hündin: ca. 90 € / 150 €
- Mittelmeercheck (ab 8 Monate): ca. 100 €
- Transportkosten (je nach Gewicht): ca. 160–180 €
- Sicherheitsgeschirr: ca. 31–44 €
Beispielrechnung:
- Ein Welpe mit ca. 5 kg verursacht aktuell Kosten von rund 330-350 Euro
- Eine ausgewachsene Hündin mit ca. 17 kg verursacht aktuell Kosten von rund 570-600 Euro
Alle genannten Kosten beziehen sich auf Behandlungen und Maßnahmen in Griechenland. Die tatsächlichen Ausgaben können je nach Region, Tierarzt, Gesundheitszustand und notwendigem Behandlungsumfang natürlich variieren und durchaus höher ausfallen. Nicht enthalten sind zusätzliche Leistungen wie Medikamente, Operationen, Therapien, Spezialfutter oder Pensionsunterbringungen. Die Schutzgebühr deckt diese Kosten bei weitem nicht vollständig, weshalb wir weiterhin auf Spenden angewiesen sind.
Fazit: Warum eine Schutzgebühr sinnvoll und notwendig ist
Die Schutzgebühr ist kein Kaufpreis, sondern ein wichtiger Bestandteil nachhaltiger Tierschutzarbeit. Sie schützt die Tiere, deckt einen Teil der entstehenden Kosten und sorgt dafür, dass Hunde verantwortungsvoll vermittelt werden.
