Agapi - ein schwerer Fall von Tierquälerei

25.01.2026

Was wir gestern aus Griechenland erfahren haben, gehört mit zu den Fällen, die wir wohl niemals vergessen werden. Trotz jahrelanger Tierschutzarbeit sind wir zutiefst schockiert – und ehrlich gesagt auch erschüttert darüber, wozu Menschen fähig sind!!!

Am Morgen erhielt unsere Tierschützerin Evi Thanou einen Anruf von einer Spaziergängerin. Sie hatte auf einem Feld einen Hund verzweifelt heulen gehört, konnte das Geräusch zunächst aber nicht lokalisieren, da die Umgebung von Ästen und Gestrüpp durchzogen war. Schließlich fand sie einen angebundenen Welpen, völlig hilflos, und bat sofort um Hilfe, da sie nichts bei sich hatte, um ihn zu befreien.

Innerhalb weniger Minuten war Evi vor Ort. Je näher sie den Schreien kam, desto größer wurde das Entsetzen: Das etwa drei Monate alte Hundemädchen war mit einem Männergürtel direkt an einem Baumstamm fixiert, zusätzlich war ihr Hals mit einem Seil angebunden, sodass sie sich nur wenige Zentimeter bewegen konnte. Doch damit nicht genug: Die rechte Vorderpfote und der linke Hinterlauf waren ebenfalls mit einem Strick zusammengebunden. Die kleine Maus war vollständig bewegungsunfähig. Ausgeliefert. Wehrlos.

Sie verstand dennoch sofort, dass man ihr helfen wollte und beruhigte sich augenblicklich. Sie kooperierte völlig ruhig, und gemeinsam mit der freiwilligigen Helferin Kris Tsiamoura und ihrer Finderin konnte sie schließlich befreit werden. Sie erhielt den Namen Agapi – benannt nach der Dame, die sie gefunden hatte (Agapi bedeutet auf deutsch "Liebe"). Und Liebe war in diesem Moment das Einzige, was sie am Leben hielt:

Agapi wurde umgehend in die Tierarztpraxis von Rania Sakarikou gebracht. Dort folgte der nächste Schock: Bei der Untersuchung zeigte sich deutlich, dass ihr Analbereich massiv verletzt und missbraucht worden war. Ob dafür ein Gegenstand oder ein Genital verwendet wurde, ist aktuell noch unklar. Alle vor Ort vorhandenen Beweise wurden gesichert und es wurde Anzeige bei der Polizei in Karditsa erstattet. Die Ermittlungen laufen. In Zusammenarbeit mit Dimitrios Dukas, Professor der Veterinärmedizinischen Fakultät Karditsa, werden derzeit alle notwendigen medizinischen und forensischen Untersuchungen durchgeführt, um den Missbrauch eindeutig zu dokumentieren. Wir warten auf die abschließende tierärztliche Stellungnahme.

Wir verurteilen diese perverse und grausame Tat auf das Schärfste!!! Und wir fragen uns mit großer Sorge, wie oft Ähnliches geschieht, ohne dass jemand hinsieht oder eingreift. Agapi lebt nur, weil jemand nicht weitergegangen ist, hingehört und sofort gehandelt hat. Unser tiefster Dank gilt Αγάπη Σούφλα, die stehen blieb und Hilfe holte, sowie Kris Tsiamoura, die sofort half, dieses kleine Leben zu retten. Ohne sie hätte Agapi einen langsamen und qualvollen Tod erlitten.

Unser dringender Appell daher: Wenn Sie in Griechenland sind - bitte schauen Sie nicht weg. Bitte ignorieren Sie keine Schreie, kein Jaulen, keine verdächtigen Situationen. Wer zu solchen Taten gegenüber einem wehrlosen Tier fähig ist, stellt eine Gefahr für die gesamte Gesellschaft dar! Wenn Sie Hinweise haben oder etwas Verdächtiges beobachtet haben, wenden Sie sich sofort an die Polizei oder an die lokalen Tierschutzorganisationen.

Agapi ist jetzt in Sicherheit. Doch das, was ihr angetan wurde, darf nicht folgenlos bleiben.

 

Projekt "Tierarzt im Shelter"

15.01.2026

Start des tierärztlichen Programms im Shelter

Mit großer Freude können wir berichten: Der neue Behandlungsraum im Shelter ist vollständig eingerichtet und seit heute offiziell in Betrieb. Damit ist ein zentraler Meilenstein unseres Shelterprojekts erreicht! Bereits beim ersten Einsatz hat unsere Tierärztin Rania gemeinsam mit ihrem Team den Raum nach medizinischen Standards organisiert und sofort mit der Versorgung der Hunde begonnen.


Was wurde beim ersten Einsatz umgesetzt?

Im Rahmen des ersten Behandlungstags wurden mehrere Hunde umfassend medizinisch versorgt und dokumentiert. Dazu gehörten unter anderem:
• Allgemeine klinische Untersuchungen
• Kontrolle von Ohren, Augen, Zähnen und Krallen
• Gewicht- und Größenmessungen
• Blutuntersuchungen
• Impfungen (inkl. Tollwut)
• Mikrochip-Kontrolle bzw. Kennzeichnung
• Parasitenbehandlungen
• Behandlung akuter gesundheitlicher Probleme (z. B. Ohrentzündungen)
• Kastration (Sterilisation) einzelner Hunde

Für jedes Tier wurde eine eigene medizinische Akte angelegt, sodass Behandlungen, Befunde und weitere Schritte nun dauerhaft nachvollziehbar dokumentiert sind:


Warum der neue Behandlungsraum so wichtig ist

Der neue Behandlungsraum ermöglicht erstmals eine strukturierte, regelmäßige und tierschutzgerechte medizinische Versorgung direkt im Shelter. Das bedeutet:
• schnelle Hilfe bei akuten Erkrankungen oder Verletzungen
• kontinuierliche Gesundheitskontrollen
• bessere Vorbereitung der Hunde auf Ausreisen und Adoptionen
• weniger Stress für die Tiere, da lange Transporte entfallen
• verlässliche Dokumentation für Behörden, Tierärzte und Adoptanten

Kurz gesagt: Der Behandlungsraum erhöht die Lebensqualität, Sicherheit und Vermittlungschancen unserer Hunde erheblich.


Wie geht es weiter?

Das tierärztliche Programm wird nun regelmäßig fortgeführt. Geplant sind:
• weitere Kastrationsprojekte
• laufende Gesundheitschecks
• Nachbehandlungen und Verlaufskontrollen
• konsequente Pflege der medizinischen Akten

Dieses Projekt ist ein entscheidender Schritt für uns alle, um nachhaltigen, verantwortungsvollen Tierschutz vor Ort zu leisten. Wir sind unfassbar dankbar, dass uns unsere Tierärztin Rania mit ihrem Team dabei begleitet.



 

Kyon & Kovu

28.11.2025

Am 23.09.2025 erreichte uns ein Hilferuf aus Griechenland - und diesmal war alles ein wenig anders als sonst:

Sehr geehrtes Team von Tier in Not Griechenland,

mein Name ist Olivia, und ich verbringe zurzeit meinen Urlaub in Kavala (Griechenland). Vor etwa fünf Tagen habe ich in der Nähe meiner Unterkunft zwei verwaiste Kätzchen gefunden. Eines hatte ein verklebtes Auge, das ich vorsichtig ausgespült habe – mittlerweile ist alles wieder in Ordnung. Beide waren anfangs sehr dünn, haben aber durch regelmäßiges Füttern bereits etwas zugenommen. Da in der Umgebung niemand eine Mutterkatze gesehen hat, habe ich begonnen, mich um sie zu kümmern. Mittlerweile haben die Kleinen Vertrauen gefasst: Sie folgen mir, lassen sich hochnehmen und suchen aktiv Nähe. Heute war ich mit ihnen beim Tierarzt. Dieser schätzte ihr Alter auf etwa 6 Wochen. Beide haben Flöhe und müssen regelmäßig entwurmt werden. Gegen die Flöhe wurden sie bereits behandelt. Ansonsten sind sie gesund, verspielt und fressen gut – wobei das graue Kätzchen sich derzeit noch überwiegend auf Aufzuchtmilch verlässt.

Da mein Urlaub bald endet, stehe ich vor dem Problem, dass ich die Kätzchen hier in Griechenland nicht länger versorgen kann. Sie sind noch zu jung für die erste Tollwutimpfung und damit auch für eine Ausreise. Gerne würde ich beide langfristig aufnehmen und ihnen in Deutschland ein Zuhause geben. Auch die Kosten für Impfungen sowie den Transport nach Deutschland übernehme ich selbstverständlich. Meine große Bitte an Sie ist daher: Könnten Sie die beiden für den Zeitraum von etwa zwei Monaten nach meiner Abreise betreuen, bis sie vollständig geimpft und ausreisefähig sind? Auf diese Weise wäre sichergestellt, dass sie anschließend in ein sicheres Zuhause nach Deutschland reisen können. Ich hoffe sehr, dass Sie mir in dieser Situation helfen können. Für Ihre Unterstützung – auch in Form von Beratung oder alternativen Möglichkeiten – wäre ich Ihnen von Herzen dankbar.

Die Graue Katze heißt übrigens Kovu (Weibchen) und die Schwarze Kyon (Männchen):

Mit freundlichen Grüßen
Olivia & Symela

Täglich erreichen uns viele solcher Notrufe aus Griechenland. Aber nur selten begegnen wir Menschen, die mit so viel Eigeninitiative, Herz und Verantwortungsbewusstsein handeln wie diese beiden Mädels. Meistens werden wir per E-Mail über Tierleid informiert - ohne dass man sich selbst kümmert. Doch hier war es anders: Olivia und Symela haben nicht einfach nur gemeldet, sondern gehandelt. Ihr Engagement hat uns tief beeindruckt - und natürlich wollten wir helfen!!!

Wir kontaktierten sofort unseren Tierschützer Kostas, der sich umgehend mit einer befreundeten Tierliebhaberin (lt. seiner Aussage die "Katzenmama von Kavala") in Verbindung setzte. Und tatsächlich: Schon kurze Zeit später bekamen wir die erlösende Nachricht: Sie nimmt die beiden Kitten für 450 Euro Unkosten (inkl. Kittenmilch, Futter und Tierarztkosten) bei sich auf, lässt sie impfen, chippen, entwurmen und bereitet sie liebevoll auf ihre Ausreise nach Deutschland vor. Für uns war klar, dass wir diese Kosten als Tierschutzverein übernehmen und den Katzen einen neuen Start ins Leben ermöglichen wollen. 

Am 14.11.2025 war es dann endlich soweit und Kyon & Kovu durften mit
G.A. Life nach Deutschland reisen. Nach 23 Stunden Autofahrt kamen sie endlich in ihrem neuen Zuhause an und unternahmen sofort erste, neugierige Erkundungsversuche in der Wohnung: Video1 & Video2. Heute - zwei Wochen später - leben Kyon und Kovu bei ihrer Familie, und es könnte ihnen nicht besser gehen:

Außerdem wurde ein Kurzvideo produziert, das ihre Geschichte erzählt - mit Vorher-Nachher-Bildern, die mehr sagen als tausend Worte.

Gerade in Zeiten, in denen uns täglich Meldungen über hilflose Tiere aus Griechenland erreichen, berühren uns solche Fälle besonders. Wenn Menschen nicht nur beobachten - sondern handeln. Wenn sie Verantwortung übernehmen, anstatt sie einfach nur an die Tierschutzvereine vor Ort "abzuschieben". Zu oft hören wir Sätze wie: "Sorry, wir hätten uns ja gerne gekümmert, aber wir fahren morgen zurück - da können wir nichts tun". Oder: "Wir haben selbst ein Tier dabei, das wollen wir nicht anstecken." Olivia und Symela haben gezeigt, dass es auch anders geht. Dass man nicht immer alles alleine schaffen muss - aber bereit sein sollte, selbst den ersten Schritt zu tun. Für diese Haltung sind wir zutiefst dankbar. Denn genau so entsteht echte Tierschutzarbeit: Aus Mitgefühl, Mut und Eigeninitiative.

Wir wünschen Kovu, Kyon, Oliva, Symela und ihren Familien eine ganz wundervolle gemeinsame Zeit und sagen DANKE  💙 



 

Projektarbeit 2025

08.08.2025

Unsere Plätze in Griechenland werden kontinuierlich erweitert und verbessert. Bei einem gemeinsamen Treffen mit den Tierschützern und unserem Team im Juni haben wir die Projektarbeiten für 2025 in Karditsa festgelegt. An beiden Plätzen haben die Bau- und Verbesserungsmaßnahmen inzwischen begonnen und konnten in einigen Teilen bereits abgeschlossen werden. Das Projekt hat bisher insgesamt 7.007,52 Euro an Spendengeldern eingefordert:

Thanasis Place:

  • Erweiterung des Grundstücks um zusätzliche Gehege ✅ 
  • Bau stabiler, hochwertiger Zäune ✅ 
  • Einsatz von Kies zur besseren Entwässerung und zum Ausgleich von Unebenheiten ✅ 
  • Anschaffung von 10 neuen Hundehütten ✅  (= 1.021,75€)

Es wurden Materialien, Türen und Zäune geliefert und verbaut. Hierdurch konnten zwei neue Gehege entstehen, in denen nun weitere Hunde (aktuell unsere Welpen) untergebracht und gesichert werden können. Die neuen Zäune wurden zudem fachmännisch errichtet und stabil befestigt - so sind die Gehege endlich stabil und langlebig.

Um die Sicherheit und Langlebigkeit der Anlage zu verbessern, wurde an mehreren Stellen Kies aufgebracht. Dieser gleicht Unebenheiten aus, verbessert die Entwässerung nach Regenfällen und verhindert so Staunässe und matschige Flächen. Gleichzeitig sorgt der feste Untergrund dafür, dass Wege stabil bleiben und die Gehege dauerhaft sicher stehen.

Zusätzlich wurden 10 neue Hundehütten am 12.06.25 bestellt. Sie werden mit dem nächsten Spendentransport direkt nach Griechenland gebracht, von wo aus diese unseren Hunden einen wettergeschützten Rückzugsort bieten und für mehr Komfort und Sicherheit sorgen.

 


Neues Shelter:

  • Anschaffung eines wetterfesten Bungalows als Behandlungsraum für die regelmäßige tierärztliche Versorgung unserer Hunde ✅ (= 3.500€)
  • Beschaffung der notwendigen Materialien, um den Bungalow zu einem voll ausgestatteten Behandlungsraum einzurichten
  • Einsatz von Kies um Löcher und unebene Stellen auszugleichen und für eine bessere Entwässerung zu sorgen ✅ 
  • Einstellung eines Mitarbeiters zur Pflege und Instandhaltung des Shelters ✅ 

Auch im neuen Shelter sind wir einen großen Schritt vorangekommen: Dank eines soliden Betonfundaments und der Sanierung des Bereichs konnte ein 3,5m x 2,5m großer Container gekauft und bereits aufgestellt werden. Dieser Container wird zukünftig als Behandlungsraum dienen und ist damit ein entscheidender und wichtiger Fortschritt für die medizinische Versorgung unserer Hunde. Bisher mussten alle Behandlungen beim Tierarzt in der Praxis stattfinden - oft unter erschwerten Umständen, da es an Personal mangelte und dies für die Hunde mit erheblichem Stress verbunden war. Der neue Container schafft nun einen geschützten, hygienischen und wetterunabhängigen Raum, in dem tierärztliche Untersuchungen, Impfungen, kleinere Eingriffe oder die Erstversorgung verletzter Tiere fachgerecht durchgeführt werden können. Dies bedeutet mehr Sicherheit und Komfort sowohl für die Hunde als auch die behandelnden Tierärzte, Helfer und unser Team vor Ort.

In den kommenden Wochen werden wir den Container schrittweise mit den notwendigen Materialien und Ausstattungen versehen - unser Ziel ist ein bestmöglich eingerichteter Behandlungsraum. Damit legen wir die Grundlage für einen nachhaltige Verbesserung der tierärztlichen Betreuung im Shelter.  

Um die Sicherheit und Langlebigkeit der Anlage zu verbessern, wurde auch im neuen Shelter an mehreren Stellen Kies aufgeschüttet und verteilt. Geplant sind darüber hinaus weitere Maßnahmen wie zusätzliche Unterstände für den Winter, die Instandhaltung von Türen und Gehegen sowie entsprechende Sonnenschutzdächer für jeden Auslauf. Diese Arbeiten schaffen deutlich mehr Komfort und Schutz für unsere Hunde - sowohl in den heißen Sommermonaten als auch in der kalten Jahreszeit. All dies ist wichtig, aber auch sehr kostenintensiv. Jede Spende - ob groß oder klein - hilft uns dabei, diese Projekte weiter umzusetzen und unseren Hunden ein sicheres und würdevolles Zuhause im Shelter zu ermöglichen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Wir freuen uns, dass wir nun feste Unterstützung im Team vor Ort haben: Kostas, unser neuer Mitarbeiter, hilft von nun an täglich mit - sowohl bei der Pflege der Hunde als auch priorisiert bei den anfallenden Arbeiten rund um die Anlage. Damit stellen wir sicher, dass unsere Gehege regelmäßig gepflegt bleiben und Bau- bzw. Instandhaltungsarbeiten zuverlässig durchgeführt werden können. Um eine gute Zusammenarbeit langfristig zu gewährleisten, wird alle drei Monate eine Evaluation stattfinden. Dabei wird überprüft, ob die Aufgaben sorgfältig erledigt werden, die Zusammenarbeit mit Evi funktioniert und die Abläufe reibungslos laufen. So schaffen wir mehr Kontinuität, Sicherheit und Stabilität im Shelter - ein ebenfalls sehr wichtiger Schritt für die optimale Unterbringung unserer Hunde. Sofern Sie uns bei der Finanzierung gerne unterstützen möchten, freuen wir uns jederzeit über eine Helfer vor Ort Patenschaft.


 

Patroklos

16.07.2025

Anfang Mai erreichte uns ein erschütternder Notruf: Ein junger Mann hatte seinen Hund an das Heck seines Autos gebunden, während er in einem Dorf Alkohol trinken ging. Stunden später – stark betrunken – vergaß er, dass das Tier noch immer festgebunden war. Als er losfuhr, schleifte er den Hund mehrere Kilometer hinter sich her.

Ein anderer junger Mann wurde zum rettenden Schutzengel: Er bemerkte das Geschehen, stoppte den Fahrer und rief die Polizei. Der Tierquäler wurde sofort festgenommen. Die Polizei kontaktierte uns, und wir holten den schwer verletzten Hund umgehend ab. Erste Hilfe erfolgte direkt vor Ort – Schmerzmittel, antiseptisches Spray auf die offenen Wunden. Am nächsten Morgen brachten wir ihn in die Tierklinik. Die Diagnose war niederschmetternd: Zahlreiche tief offene Verletzungen, die bereits begannen, sich zu entzünden und zu verfaulen: 

Der Hund wurde sofort operiert, erhielt starke Antibiotika, tägliche Wundreinigungen und intensive medizinische Betreuung. Seit dem 15. Mai befindet er sich stationär in der Klinik – sein Zustand war lange kritisch. Doch dieser tapfere Hund kämpft, und wir kämpfen mit ihm! Für sein Überleben, seine Heilung und eine Zukunft ohne Schmerzen!

Patroklos wurde der kleine Kämpfer von unseren Tierschützern getauft - nach einem griechischen Helden und Krieger. Er steht für Loyalität, Mut und Selbstaufopferung.

Bislang haben die gesamten Kosten insgesamt 4.000 Euro in Beschlag genommen, Gelder die von seinem "Besitzer" nicht eingefordert werden können, da dieser selbst keinen Cent besitzt. Jeden Tag fallen weitere medizinische Behandlungen an, denn die Wundversorgung, Medikamente und der Klinikaufenthalt sind noch nicht final abgeschlossen. Da keiner für die Kosten aufkommt, haben wir uns heute entschlossen zu helfen: Die 4.000 Euro wurden sofort an Rania, unsere Tierärztin, überwiesen. Parallel freuen wir uns natürlich über finanzielle Beteiligungen, auch für die noch fortlaufenden Kosten. 

Ende des Monats wird Patroklos an Evi übergeben - dann benötigt er keine lokale Behandlung mehr; zudem geht die Tierarztpraxis in Urlaub. Da keine freien Plätze vorhanden sind, und eine Vermittlung nach Deutschland aufgrund des §10 LHundG NRW als sogenannter Listenhund-Mischling nicht möglich ist, suchen wir dringend nach einem guten Adoptionsplatz in Griechenland.

 

20.07.2025

Wir bedanken uns herzlich bei den folgenden Förderern, die für Patroklos OP-Kosten bereits 1.410,00 Euro (Stand 19.08.25) gespendet haben:

Spendername Betrag
Sarah Herat 10,00 Euro
Sven Janus 100,00 Euro
Regine Grud 10,00 Euro
Jennifer Lüdtke 30,00 Euro
Elke & Markus Heuser 50,00 Euro
Oliver Dombrowski 100,00 Euro
Visio Media Consulting 50,00 Euro
Christin Koutsonasios 50,00 Euro
Patricia Obrusnik 25,00 Euro
Christine Großhaus 25,00 Euro
Stefan Chrenko 20,00 Euro
Stephanie Funk 5,00 Euro
Timm Bernd 30,00 Euro
Heike Fieseler 20,00 Euro
Monika Becker 25,00 Euro 
Christina Koutawas 150,00 Euro
Monika Schubert 50,00 Euro
Daniela & Mike Kolb 25,00 Euro
Alina Dankmeyer 200,00 Euro
Evangelos & Renate Koutawas 80,00 Euro
Ines Anioli 200,00 Euro
Marina Binner 50,00 Euro
Simone Sauer 25,00 Euro
Jennifer Lüdtke 30,00 Euro
Peter & Susanne Burek 50,00 Euro

 
29.07.2025

Patroklos befindet sich weiterhin auf dem Weg der Besserung. Die Wunden und vor allen Dingen auch seine Psyche beginnen zu heilen, und er wird von dem gesamten Praxisteam mit unheimlich viel Liebe und Aufmerksamkeit begleitet:

Wir haben zudem ein unfassbar schönes Dankesschreiben von der Tierärztin erhalten, welches wir Ihnen nicht vorenthalten möchten:

 

03.09.2025

Leider haben sich die alten Verletzungen an Patroklos linkem Vorderbein so stark entzündet, dass trotz intensiver Behandlung und Antibiotika keine Heilung mehr möglich war. Die Entzündungen breiteten sich immer weiter aus, und um ihn weitere Schmerzen zu ersparen - und vor allem sein Leben zu retten - mussten wir die schwere Entscheidung treffen, das Bein zu amputieren. Die Operation ist gut verlaufen, und unser tapferer Patroklos erholt sich Schritt für Schritt. Anfangs war es für ihn ungewohnt, doch er zeigt uns täglich, wie viel Lebenswille und Stärke in ihm steckt. Mit seinen drei Beinen meistert er jetzt schon mutig die ersten Schritte in ein neues, hoffentlich schmerzfreies Leben.

Patroklos berührt uns alle immer wieder mit seiner Tapferkeit und seinem Lebenswillen - er hat eine zweite Chance verdient und wir wünschen uns von Herzen, dass er bald Menschen findet, die ihn so lieben, wie er ist.


30.10.2025

Es ist kaum zu glauben, aber unser tapferer Patroklos hat in Griechenland möglicherweise sein Für-immer-Zuhause gefunden. Eine Familie (Bekannte unserer Tierärztin Rania) hat ihn zur Probe bei sich aufgenommen. Nun wird geschaut, ob der Alltag mit ihm – und insbesondere dem vorhandenen Hund – harmonisch funktioniert. Sollte alles gut laufen, darf Patroklos für immer bleiben. Wir drücken alle Daumen, die wir finden können, und hoffen von Herzen, dass er nach all dem Leid endlich ankommen darf. 🍀 🍀 🍀


09.12.2025

Patroklos hat es geschafft! Er hat seine Familie absolut von sich überzeugt und darf bleiben. Alles deutet darauf hin, dass er nun endlich angekommen ist. Wir freuen uns unendlich für ihn. Nach allem, was er erlebt hat, ist es ihm von Herzen gegönnt, sein Leben nun in Liebe, Sicherheit und Geborgenheit verbringen zu dürfen. Patroklos ist ein ganz besonderer Hund - und dieses Happy End hat er sich mehr als verdient.


20.01.2026

Es gibt weitere schöne News von Patroklos: Seine Wunden sind vollständig verheilt, und sein neues Leben mit drei Beinen ist inzwischen ganz selbstverständlich für ihn geworden. Er hat sich hervorragend eingelebt und genießt seinen Alltag in vollen Zügen. Gemeinsam mit seiner Hundefreundin bildet er ein unglaublich harmonisches Team. Wie gut es ihm geht, sieht man auf den aktuellen Bildern:

 



 

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