Hochwasser 2022

Wie einige es vielleicht schon in den Nachrichten gehört haben, regnet es momentan in Griechenland unaufhörlich. Leider sind auch unsere Tierheime von den Wassermassen betroffen und wurden regelrecht überflutet. Laut der Wettervorhersagen soll es in den nächsten Tagen zwar aufhören zu regnen allerdings anfangen zu schneien, was es noch schwieriger macht alles trocken zu bekommen und die Situation für die Tiere leider nicht besser macht. Wir können daher auch nur schwer absehen, wie schnell die Unterkünfte wieder in vollen Umfang benutzbar sind.

Glücklicherweise konnten die Helfer vor Ort alle Hunde retten und in Sicherheit bringen. Insbesondere für die Welpen und kleinen Hunde konnten durch mehrere Rettungsaktionen in anderen Unterkünfte untergebracht werden. Einige Tiere müssen dennoch den Wassermassen ausharren, da die öffentlichen sowie privaten Unterkünfte nur eine begrenzte Kapazität haben. Unseren Leuten und auch allen Hunden geht es dennoch den Umständen entsprechend gut!

Da die bisherigen Spenden in einer gesonderten Halle gelagert wurden, sind diese zum Glück nicht von den Wassermassen betroffen und können von den Helfern für die ersten dringenden Maßnahmen vor Ort genutzt werden. Nichtsdestotrotz sind nun beide Tierheime auf weitere Sachspenden angewiesen. Wichtig sind insbesondere Decken, Handtücher, Kissen, Polsterauflagen und generell alles was irgendwie warm hält.

Die Spenden können per Post an Nadine Obernier, c/o Tiere in Not Griechenland e.V., Rosenbergstr. 16, 47259 Duisburg verschickt werden. Eine persönliche Annahme der Spenden in unserem Spendenlager in 47249 Duisburg ist zudem an mehren Terminen pro Monat möglich. Sofern kein Versand/keine Lieferung der Sachen möglich ist, kontaktieren Sie bitte Nadine Obernier, gerne prüfen wir ggf. auch eine Abholung. 

Wer anderweitig helfen möchte, kann dies auch gerne mit einer Geldspende tun: 

Tiere in Not Griechenland e.V.
Sparkasse Herne
IBAN: DE43 4325 0030 0016 0156 12
BIC: WELADED1HRN

Alternativ ist auch eine Zahlung per Paypal möglich:

Wir werden alles 1:1 weiterleiten und Sie selbstverständlich auf dem Laufenden halten. Vielen Dank für jegliche Unterstützung!

 

 

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Iraklis

21.12.2021

Am heutigen Tag konnte in Kavala ein Rüde eingefangen werden, welcher bereits seit längerer Zeit mit einer enormen Verletzung am Hals durch die Gegend umherirrte. Aufgrund seiner großen Angst vor Menschen -vermutlich auch bedingt durch den unerträglichen Schmerz- kam Iraklis (so sein Name) immer nur bedingt an die Tierschützerinnen heran. Ging man auf ihn zu, rannte er sofort panisch weg und flüchtete.. 

Nachdem das öffentliche Interesse an Iraklis weiter zunahm, wurde Kostas von den beiden Finderinnen Maria & Sofia eingeschaltet, und um Unterstützung gebeten. Mit Fangstock, -netz und Lebendfalle ausgestattet, fuhr er zu Iraklis Aufenthaltsort. Und schaffte es tatsächlich nach einigen Stunden, den ängstlichen Rüden in einen umzäunten Bereich zu treiben, in dem er ihn dann endlich sichern konnte.:.

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Nach vielen Tränen der Erleichterung, zeigten sich allerdings dann auch die tatsächlichen Ausmaße seiner Verletzung: Die Hälfte des unteren Halsbereiches und der oberen Brustpartie war weggefault, entzündet und bereits abgestorben. Iraklis muss schrecklichste Schmerzen erlitten haben, vermutlich war eine eingewachsene Schnur (welche als Halsband genutzt wurde) der Grund. Bitte schauen Sie sich die Bilder nur an, wenn Sie damit auch umgehen können: 

Iraklis     Iraklis2    Iraklis3

Die Aktion wurde von der Presse eng begleitet, auf Kostas Facebookseite schreibt er hierzu folgendes: 

"Anlässlich der heutigen Presse-Veröffentlichung über den Streuner Iraklis aus Nea Karvali, möchte ich die Chance nutzten, um mich bei 2 ehrenamtlichen Tierschützern zu bedanken. Welche trotz ihrer täglichen Probleme und Verpflichtungen vor Ort waren, um mich beim Einfangen von Iraklis anzuleiten und zu helfen. Zwei Frauen, die mit viel persönlichem Einsatz, und (wie alle ehrenamtlichen Helfer) Empathie für die Tiere, eine sehr wichtige Arbeit in ihrem Bereich leisten und geleistet haben: Gut gemacht Maria Giannoulidou & Sofia Martidou!

Nach dem panhellenischen Interesse an diesem Tier wurden wir um kontinuierliche Informationen um seinen Gesundheitsverlauf gebeten, ebenso wurde bereits Interesse an einer Adoption bekundet. Wir warten nun darauf, dass die Gemeinde Kavala ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachkommt, und sich um die Pflege und anschließende Vermittlung von diesem netten Rüden bemüht. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle bereits an Panagiotis Uranos und an Petros Kopanakis!

An dieser Stelle muss ich auch den Schlüsselbeitrag der deutschen Organisation "Tiere in nicht Griechenland e.V." erwähnen. Ein Verein, der mir für meine tägliche Arbeit und meine Tierschutzaktionen die gesamte professionelle Ausrüstung zur Verfügung gestellt hat. Diese Dinge erleichtern mir enorm die Arbeit, vor allem kann ich damit effektiv und schmerzlos Tiere mit großen Ängsten einfangen, um somit eine sofortige tierärztliche Versorgung zu gewährleisten.

Ich muss mich immer wieder bei diesem deutschen Verein bedanken, erst vor kurzem wurde uns wieder ein Spendenbetrag in Höhe von 300 Euro überwiesen. Unser Tierarzt Simeonidis A Stathis konnte hierdurch 10 Streunerkatzen kastrieren; für den Rest wurde Futter für die Streuner in Kavala gekauft. Es ist kein Zufall, dass diese spezielle Organisation mit uns seit Oktober 2008 das Tierschutzgesetzt in Kavala (zum Thema Kastrieren, Versorgung, Pflege, Transport der Hunde) gemeinsam einfordert. Ob mit Sach-/Geldspenden, Vermittlungen nach Deutschland, dem Kauf eines Tierschutzautos, von notwendigen Ausrüstungen, Transportboxen & Hundehütten, monatlichen & jährlichen Zahlungen für Hundehotels und vielem vielem mehr sind sie immer an unserer Seite. All das sind enorme Summen, die verschiedene Tierschützer in unserer Stadt zum Wohle der Tiere zur Verfügung gestellt bekamen & bekommen, was widerrum auch Geld für unsere Stadt bedeutet. Auch wenn ich inzwischen müde vom bedanken werde, aber ich schulde euch nur Respekt, liebe TiNG e.V."

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An der Stelle bedanken wir uns von Herzen bei Frau Renate Koutawas für eine einmalige Spende über 100,00 Euro. Das Geld haben wir direkt an die Gemeinde von Kavala weitergeleitet, damit die Pflege und Behandlung unterstützt wird. 

Depy: Rettung in letzter Sekunde

23.11.2021

Das ist die Geschichte von Depy: Einem kleinen Mädchen von gerade einmal 8 Monaten. Mit einem Strick um den Hals in einem dichtem Gestrüpp festgebunden - außerhalb dessen, wo sich Menschen üblicherweise aufhalten... innerhalb eines Abwasserkanals mitten im Nirgendwo.

Jeden Tag grausamen Qualen des Hungers, Durstes und der Machtlosigkeit ausgesetzt, und der Gewissheit, dort langsam und ganz allein einen qualvollen und grausamen Tod zu erleiden. Wir wissen nicht, wie viele Tage Depy dort so "leben" musste. Fakt ist, dass jede Sekunde eine zu viel war! Und es zeigt wieder einmal, mit welch grausamen Absichten die Menschen dort ihre Tiere entsorgen. Mit welchem Hass sie angetrieben werden, dabei möglichst großen Schaden - sowohl seelisch als auch körperlich - zu hinterlassen.

     

Nur durch einen glücklichen Zufall, lief jemand genau an diesem Kanal vorbei und nahm Geräusche aus dem dichten Gestrüpp wahr. Aufgrund der dortigen Wassermassen und dem dichten Wildbewuchs, rief er unsere Tierschützerin an und bat um Hilfe, da ein Durchkommen allein nicht möglich war. Haorula und Lena machten sich sofort auf den Weg, doch auch sie scheiterten an den örtlichen Begebenheiten und mussten wieder nach Hause zurück, um erst einmal entsprechendes Werkzeug zu besorgen.  

Es folgten nervenaufreibende Stunden, welche ein Durchkommen nur sehr müßig zuließen... doch sie schafften es, und konnten Depy endlich erreichen, um sie in Sicherheit zu bringen. Allerdings war das Seil um ihren Hals viel zu dick um es durchschneiden zu können, es musste also wieder zurückgefahren und etwas neues besorgt werden. Weitere Stunden des Wartens, während Depy immer schwächer und müder würde... die Nerven lagen auf allen Seiten blank. Am Ende konnte eine Astschere schließlich die ersehnte Freiheit ermöglichen, und die Tierschützer konnten Depy endlich auf ihren Armen dort heraus tragen: 

Die kleine Maus lebt nun bei uns im Tierheim, und darf sich von all dem Erlebten in Ruhe erholen. Sie ist noch etwas traumatisiert, aber taut in kleinen Schritten auf und investiert mit unwahrscheinlicher Lebensfreude wieder in das Vertrauen in uns Menschen. Sie ist eine ganz wunderbare Seele, die eine derartige Vorgeschichte alles andere als verdient hat! Wir werden uns von Herzen bemühen, ihr restliches Leben umso wertvoller zu gestalten, damit Nelli lernt, dass auch sie geliebt und respektiert wird. 

Geschichten wie die von Depy passieren allerdings jeden Tag in Griechenland, und es gibt hunderte von Fällen, bei denen wir leider nicht mehr helfen konnten. Es zeigt uns immer wieder auf´s Neue, dass wir alles tun müssen, um für die Tierschutzgesetze und das Zusammenleben mit den Tieren einzustehen! Helfen Sie uns dabei und unterstützen Sie unsere Arbeit, damit Geschichten wie diese hier, sich nicht mehr wiederholen müssen.

 

Kyra

In Karditsa gab es gestern wieder einen Notfall, über den Evi uns folgendes geschrieben hat:

"Today I received a call from a gentleman who was walking on the outskirts of a village in Karditsa as he heard screams from a dog that was tied up in a demolished and abandoned warehouse ..., without water, without food, it was clearly ossified and doomed to death!!!
"Heute bekam ich einen Anruf von einem Herrn, der am Rande eines Dorfes in Karditsa spazieren ging, als er Schreie von einem Hund hörte. Dieser war in einem halb abgerissenen und verlassenen Lagerhaus gefesselt... ohne Wasser, ohne Nahrung, klapperdürr und dort zum Tode verurteilt!!!

Arriving at the spot, 3 puppies also emerged boned!!! 
Am Ziel angekommen, tauchten noch 3 weitere, stark ausgehungerte Welpen neben ihr auf!!!

  

A manoula that is questionable how she managed and raised these babies without feeding herself ...
Eine Mutter, bei der es mehr als fraglich ist, wie sie überhaupt diese Welpen gebären und groß ziehen konnte, ohne sich selbst dabei zu ernähren...

I do not know who and why left this mother there, but whoever does it is a monster that lives among us !!!
Ich weiß nicht, wer es war und warum er diese Mutterhündin dort zurückgelassen hat. Aber wer auch immer das war - es ist ein Monster, das unter uns lebt!!!

No soul deserves this punishment!
Keine Seele verdient eine derartige Strafe!

Respect in every form of life!!"
Respekt für jede Lebensform!!"

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Sobald Kyra und ihre Welpen stark und gesund genug für eine Vermittlung sind, werden wir die kleine Familie natürlich bei uns auf der Seite inserieren. Gerne können Sie uns bis dahin in Form einer Tierpatenschaft unterstützen :-) 

An der Stelle bedanken wir uns von Herzen bei den bis dato aktuellen Tierpaten:

Felicita Wäspe - 200 Euro einmalig
Gaby & Roland Zumbusch - 50 Euro einmalig + 30 Euro monatlich
Tanja Roßmann - 50 Euro einmalig
Renate Koutawas - 80 Euro einmalig

 

Artemis

14.10.2021

Vor etwa 2 Wochen begegnete Evi der hübschen Artemis das erste Mal auf dem Weg zum Plastiras-Stausee. Die Hündin tauchte urplötzlich aus einem Gebüsch auf und rannte humpelnd auf sie zu, augenscheinlich auf der verzweifelten Suche nach Futter. Ihr vorderes Beinchen war stark deformiert (vermutlich seit Geburt an), so dass ihr jede Bewegung sehr schwer fiel.

Als Evi sich ihr näherte, lief sie ängstlich wieder weg, so dass sich Evi  dazu entschied, ihr nicht noch mehr Streß zu bereiten und lediglich eine Futterstelle mit frischem Wasser zurückzulassen. Von da an fuhr sie täglich zu Artemis, baute langsam eine Beziehung zu ihr auf und gab ihr regelmäßig Futter. Die anfänglich so schüchterne Hündin freute sich inzwischen sehr über den Besuch, und traute sich täglich ein Stück weit näher an Evi heran. Vor ein paar Tagen ließ sie sich das erste Mal sanft berühren, und wir hofften sehr, dass nun die Möglichkeit bestand, sie festzuhalten und endlich mitzunehmen. Doch als Evi gestern Abend zu ihr fuhr, fand sie die Hündin leblos am Straßenrand liegen...

Vermutlich wurde sie Opfer eines Autounfalls, einer Attacke von anderen Tieren oder menschlichen Abschaums - leider werden wir es nie erfahren. 

Warum wir Artemi´s Geschichte erzählen? Weil es von ihr Hunderte gibt! Hunde, die mit starken Behinderungen, Verletzungen oder Einschränkungen leben müssen, ohne dass sich jemand kümmert! Die vor lauter Angst und schlechten Erfahrungswerten die Nähe zum Menschen meiden, und somit täglich enorm hungern und körperlich leiden. 

Und weil auch wir jeden Tag emotional stark an unsere Grenzen kommen, uns verzweifelt um sie bemühen, und am Ende doch -so oft- den Kampf verlieren...

Und dennoch: Artemis hatte einen Namen. Und eine Geschichte. Und sie ist, bleibt und wird nicht vergessen <3  

         


 

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